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Familie de Urgel

 
 
"Aprenda también el derecho delenemigo."
„Auch vom Feind zu lernen ist Recht.“

                                         
 

doña Ermengarda de Recordare
condesa de Urgel, señora de Montsonís


dama de ordo milites sancti Jacobi


 


Unmittelbar nach der karolingischen Eroberung findet man in den von den Franken beherrschten Gebieten die Erwähnung verschiedener politisch-administrativer Einheiten: Pallars, Ribagorça, Urgell, Cerdanya, Barcelona, Girona, Osona, Empúries, Rosselló (Roussillon). Diese erhalten die Bezeichnung Grafschaft. Als Unter-Gliederung dieser Grafschaften gab es Pagi (Pagus im Singular), beispielsweise Berga oder Vallespir. Der Ursprung dieser Grafschaften und Pagi reicht in die Zeiten vor den Karolingern zurück, wie die Übereinstimmung der Grenzen mit denen der alten iberischen Stämme beweist. Beispielsweise besteht eine Übereinstimmung der Grafschaft Osona mit dem Land der Ausetaner. Demnach müssen diese Territorien schon zu Zeiten der Römer und Westgoten politisch-administrative Einheiten gebildet haben, auch wenn sie keine Grafschaften waren. Sie wurden auch während des Westgotisches Königreichs von Toledo nicht von Grafen verwaltet. In der Hierarchie des Gotischen Königreichs standen die Grafen unter den Herzögen, welche die höchste Autorität unterhalb des Königs besaßen. Die Autorität der Grafen war auf die einzelnen Städte – in der Regel nur innerhalb der Stadtmauern – beschränkt. Für ihre neu eroberten Gebiete südlich der Pyrenäen schufen die Franken demnach keine neuen Verwaltungseinheiten, sondern übernahmen die bestehenden ethnisch und kulturell begründeten Gebilde.

Mit dem Ende der maurischen Vorherrschaft im 9. Jahrhundert befreiten sich die Grafschaften schrittweise von der fränkischen Vorherrschaft und wurden schließlich souverän. Einen Meilenstein bildete Wilfried I. „der Behaarte“ (*~830-+897), der als Souverän über fünf der größten Grafschaften (Barcelona, Osona, Girona, Besalu, Cerdana) das Land umgestaltete und entvölkerte Landstriche wieder besiedelte. Unter Ausnutzung der Krise in der fränkischen Monarchie erhielt er von Kaiser Karl „dem Kahlen“ das Recht, Titel und Ländereien zu vererben. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Adelstitel vererbt, und der Frankenkönig stimmte der Übertragung lediglich zu. Während des 11. und 12. Jahrhunderts begann die territoriale Ausdehnung unter Raimund Berengar III. von Barcelona – dem ersten der sich Herr der Katalanen nannte. Die Expansion ging in Richtung östliches Festland, Mittelmeerinseln und Okzitanien. Den Abschluss dieser Expansion bildete die Einverleibung von Neu-Katalonien, südlich und westlich des Flusses Llobregat bis zum Ebro, das im 12. Jahrhundert von den Mauren erobert und wiederbesiedelt wurde.

Durch den Ehevertrag zwischen Raimund Berengar IV. von Barcelona und Petronella von Aragón, Erbin der Krone Aragóns, entstand 1137 aus Aragonien und den im 12. Jahrhundert mit Katalonien weitgehend identischen Ländern der Grafen von Barcelona eine Staatsgemeinschaft, die als Krone von Aragón bekannt ist.


 
Grafschaft Urgel

Der Ursprung der Grafschaft Urgel (auf Katalanisch: Comtat d’Urgell) geht auf das 8. Jahrhundert zurück. Die Franken eroberten das Gebiet zwischen 785 und 790 und gliederten es in die Mark Tolosa ein. Zu dieser Zeit war das Gebiet ein Pagus des fränkischen Reichs. Die historische unabhängige mittelalterliche Grafschaft befand sich auf dem Gebiet des heutigen Katalonien und bildete eine Grenze mit Pallars und Cerdanya. Die souveräne Dynastie regierte von 815 bis 1413, obwohl seit Beginn des 14. Jahrhunderts die Grafschaft politisch in die Domäne der Krone von Aragón integriert war. Die maximale Ausdehnung der Grafschaft reichte von den Pyrenäen bis zum Taifa-Königreich von Lleida, d. h. die Regionen Alt Urgell, Noguera, Solsona, Pla d'Urgell, Urgell und Andorra, das heute noch unabhängig ist. Nach mehreren Herrscherwechseln wurde 870 Wilfried I. „der Behaarte“, Sohn des Sunifredo I., von Karl dem Kahlen mit der Grafschaft belehnt.

Die erste Hauptstadt war Seu d'Urgell (La Seu d ' Urgell) und späteren Balaguer. Obwohl die politische Hauptstadt als Sitz der Grafen Agramunt war, wo die eigene Währung, die sogenannten «Agramuntesa» geprägt wurde. Einige der alten Grafen wurden in der Grabstätte der Grafen von Barcelona im Kloster Bellpuig bestattet. Das Herrschaftsgebiet Andorra wurde im 11. Jahrhundert an den Bischof von Urgel abgetreten. Nach vielen Wechselfällen und drei aufeinanderfolgenden Dynastien wurde die Grafschaft 1413 nach einem versuchten Aufstand durch Jaime II. Graf von Urgell gegen König Fernando I. de Aragón aufgelöste und der Krone von Aragon zugeschlagen.



1. Dynastie Barcelona (992-1213)

Nach dem Tod von Sunifredo II. de Barcelona, conde de Urgel wurde die Grafschaft Urgel an seinen Neffen Borrell II. (*920-+992), condede Barcelona vererbt. Borrell II. war von 966 bis zu seinem Tod 992 conde de Barceloan, Girona, Osona und Urgel. Er war zweimal verheiratet und hatte zwei Söhne und drei Töchter. Der erstgeborene Sohn Ramón Borrell I. (~*972-1018) erbte die Grafschaften Barcelona, Girona und Osona und führte die Line der Grafen von Barcelona fort. Der zweitgeborene Sohn Armengol I. (*975 +1010) erhielt aus dem väterlichen Erbe die Grafschaft Urgel. Er war mit Tietberge de Provence verheiratet und hatte einen Sohn und eine Tochter. Über seinen Sohn Armengol II. (*1099 +1038), der 1034 die Vizegrafschaft Áger gründete, wurde die Grafschaft an seine Enkel Armengold III. (*1032 +1065) vererbt. Armengold III. war dreimal verheiratet und hatte sechs Kinder. Seine Tochter Isabel war in erster Ehe mit Sancho IV. König von Navarra verheiratet. Sein Sohn Armengold IV. (*1056 +1092) folgte seinem Vater in der Grafschaft nach. Er war in zweiter Ehe mit Adelaide Comtesse de Forcalquier verheiratet, die als Mitgift die Grafschaft Focalquier mit in die Ehe brachte und die später an ihren Sohn Guillaume III. weitervererbt wurde. Der ältere Sohn Armengol V. (*1078 +1102) folgte seinem Vater in der Grafschaft Urgel. Dessen Sohn Armengol VI. (*~1102 +1154) war in zweiter Ehe mit Elvira Rodriguez de Lara (*+1120) verheiratet. Sie war die Tochter ihres Schwagers Rodrigo González de Lara (*~1080 +1144) aus seiner ersten Ehe mit Sancha infanta de Castillia. Er war Statthalter von Toledo, an Lepra erkrankt und ist in Jerusalem gestorben. Armengol VII. (*~1137 +1184) folgte seinem Vater 1184 in der Grafschaft nach, dessen Sohn Armengol VIII. (*1158 +1209) wiederum seinem Vater folgte. Seine Schwester Marquesa de Urgel heiratete 1194 Ponce III. de Cabrera, vizconde de Cabrera y Áger. Durch diese Verbindung begründeten vierzig Jahre später die Cabreras ihren Anspruch auf die Grafschaft Urgel. Armengol VIII. war mit Elvira de Subirats verheiratet und hatte zwei Töchter. Die ältere Aurembaix (*1196 +1231) folgte ihrem Vater 1209 als condessa de Urgel bis 1213. Sie heiratete 1206 Álvaro Pérez de Castro, Sohn des 1. Großmeisters des ordo milites sancti Jacobi, Pedro Ruíz de Castro. Nach der Annulierung der Ehe im Jahr 1228 heiratete sie Don Pedro (*1187 +1258) infante de Portugal, König von Mallorca. Nachdem ihre erste Ehe kinderlos blieb erhoben die Cabreras Ansprüche auf die Grafschaft Urgel, denen nach langen Streitereien 1213 nachgegeben wurde. Die jüngere Tochter Ermengarda (*1198 +1230) erhielt aus dem Erbe ihres Vaters die Herrschaft und das castillo de Montsónis.


    
doña Ermengarda de Recordare
(*1198 +1230)
condesa de Urgel, señora de Montsonís

Durch das Erbe ihres Vaters, die Herrschaft Montsonís, war es ihr möglich ein standesgemäßes und wirtschaftlich relativ unabhängiges Leben zu führen. Sie heiratete in erster Ehe Otto de Recordare. In zweiter Ehe war sie mit Gerardo d’Estancia verheiratet. Durch ihren Schwager, den Sohn des Großmeisters, entstanden Verbindungen zum Ritterorden des Hl. Jakobus in den sie im Jahre 1215 eintrat. Nach einem dreijährigen Aufenthalt im neugegründeten (1212) Frauenkloster von San Vicente de Junqueras (Barcelona) heiratete sie 1218 Otto de Recordare mit dem sie drei Söhne hatte. Nach dem überraschenden Tod ihres Mannes nahm sie ihren Wohnsitz mit den Kindern auf castillo de Montsonís.


Es wird vermutet, dass die Burgen von Montsonís und Foradada ursprünglich von Arnal Mir de Tost gebaut wurden um das Land zu verteidigen. Schriftlich überliefert ist, dass Armengol
II. „der Pilger“ 1024 die Burg Montsonís zum Schutz der eroberten Gebiete umbauen und vergrößern lies. Nach einem Übereinkommen mit dem Grafen von Barceloan und Urgel wurde die Umgebung des Segre-Tals aufgeforstet. Ende des 11. Jahrhunderts gehört die Burg den Vizegrafen von Áger, den Nachkommen des Arnal Mir de Tost. 1129 kam Guerau Ponc II. de Cabrera, Vizegraf von Áger in den Besitz der Burg, war aber gegenüber dem Abt von Áger zehentpflichtig. In seinem Testament regelt er 1131 die Unabhängigkeit der Herrschaft vom Kloster. Später fiel die Herrschaft mit anderen zur Verteidigung gegen die Mauren errichtete Burgen wieder an das Haus Urgel. Nachdem doña Ermengarde die Herrschaft übernommen hatte begann sie mit umfassenden Renovierungsarbeiten, sie lies zum Beispiel den Saal der Pilger errichten. Dieser Raum befand sich in einem Nebengebäude der Burg, außerhalb der eigentlichen Festungsanlagen, war aber durch Schlösser gesichert und diente den Pilgern, die auf dem Weg nach Santiago de Compostela waren als Unterkunft. Sie führte ein frommes und gottesfürchtiges Leben. Zweimal im Jahr begab sie sich in der Fasten- und Adventszeit in das Kloster von San Vicente de Junqueras um dort an den litirgischen Feiern zeilzunehemen. Mit großem Eifer betreute sie die Jakobspilger wie es den Ordensregeln entsprach. Als im Jahre 1230 in der Backstube des Pilgersaals ein Brand ausbrach und die Bewohner vom Feuer eingeschlossen waren, ergriff sie beherzt eine Streitaxt, brach die Türen auf und rettete die Pilger. Beim Einsturz des Dachstuhls zog sie sich schwere Verletzungen zu und verschied einige Tage später, versehen mit den Heiligen Sakramenten der Kirche, auf der Burg. Durch ihre großzügigen religiösen und weltlichen Stiftungen wurde es möglich nach ihrem Tod das Frauenkloster der Jakobsritter „San Pedro de la Piedra“ in Lleida (1260) zu gründen und 1300 erfolgte die Gründung der Universität Lleida, eine der ältesten Universitäten Spaniens, die bis zur Schließung im Jahre 1717 bestand. Im Jahre 1991 wurde sie wieder errichtet.

              

Die aktuelle Burg Montsonís ist das Ergebnis eines konstruktiven Prozesses der im 16. Jahrhundert begann, als die Vizegrafen die alte mittelalterliche Festung verliesen und ihren Wohnsitz ins Dorf verlegten, dieser Prozess ist bis heute nicht abgeschlossen. Die erste Bauphase stammt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und besteht aus einem Turm der alten Stadtmauer von Montsonís. Später in der zweiten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts, wurde die Burg nach fünf Angriffen und Belagerungen wiederhergestellt. Am Ende des 18. Jahrhunderts entstand die heutige Kirche in Montsonís und das angeschlossene Schloss. Nach vielen Jahrenzehnten der Vernachlässigung wurden in den letzten Jahren umfassende Instandsetzungsarbeiten von den Freiherren de Albi durchgeführt, die dem alten Gebäude sein heutiges Aussehen gaben.


2. Dynastie Cabrera (1213-1314)
 
Nach den Streitereien um das Erbe des Armengol VIII. conde de Urgel, wurde die Grafschaft seinem Neffen Guerau de Cabrera zugesprochen. Dessen Sohn Ponce I. de Cabrera, conde de Urgel, vizconde de Áger übernahm die Herrschaft im Jahre 1236. Er hatte sechs Kinder. Sein Sohn Ermengol IX. der die Herrschaft erbte starb 1243 kinderlos. Die Grafschaft wurde daraufhin von seinem Onkel Álvaro bis 1268 regiert. Dessen Sohn Ermengol X. übernahm die Herrschaft bis zu seinem Tod im Jahre 1314. Da Ermengol X. kinderlos verstarb fiel die Grafschaft an die Stammlinie der Cabrera zurück, die aber bereits in der männlichen Linie erloschen war. Erbin war Teresa d’Entenca (*1300 +1327) condessa de Urgel (1314-1327). Teresa d’Entenca war die zweite Frau von Alfonso IV. „der Gütige“, König von Aragon. Der König hatte aus erster Ehe acht Kinder und mit Teresa zwei Kinder.
 
 

 
3. Dynastie Aragón (1314-1413)
 
Nach dem Tod seiner Mutter Teresa erbte Jaime I. de Aragón (*1321 +1347) die Grafschaft. Sein Sohn Pedro I. de Aragón (*1337 +1408) wiederum übernahm die Grafschaft von seinem Vater im Jahre 1347 bis zu seinem Tod. Ihm folgte sein Sohn Jaime II. de Aragón (*1378 +1433). Nach einem gescheiterten Aufstand muss Graf Jaime II. die Grafschaft 1413 an König Ferdinand I. „den Gerechten“ übergeben. Daraufhin wird die Grafschaft aufgelöst und der Krone von Aragón einverleibt.



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