i
Inhalt  
  Home
  Über uns
  Darstellungen
  Bildergalerien
  alte Ritterorden
  Gewandung
  Historisches
  => Waffentechnik
  => Ordensmeister
  => Ordensritter
  => Ordensregel
  => Ordensliteratur
  => hist. Orte
  => Reconquista
  Lexikon historischer Begriffe
  Kontakt
  Gästebuch
  Linkliste
  Impressum
Historisches


  
Was ist die Aufgabe der Ritter?
Über die Kirche zu wachen, Ungläubige zu bekämpfen
... und, wenn erforderlich, das Leben zu opfern.
Johannes von Salisbury, in: "Policraticus", 1159



Santiagoorden
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie



Abb.: 1174 in                  Abb.: 12./13. Jh.
"Tumbo menor de castilla"



Abb.: 15. Jh.                        Abb.: 16. Jh.

Der Santiagoorden ist ein großer spanischer Ritterorden, dessen Betätigungsfeld sich hauptsächlich auf die christlichen Königreiche der iberischen Halbinsel beschränkte. Er gehört zu einer ganzen Reihe von Ritterorden, die im Zuge der Reconquista gegründet worden sind.
 
 
 
 
Gründung
Sein Ursprung ist nicht ganz eindeutig festzustellen – gelegentlich wird Rodrigo Arias als Gründer bezeichnet, aber es scheint, dass bevor er 1170 formell institutionalisiert wurde, König Fernando II. de León den Rittern die Stadt Cáceres in der spanischen Extremadura übertragen hatte, die er in seinem Kampf gegen die Mauren aufzugeben befürchtete.
 
Jedenfalls wurde der Orden 1170 von König Alfons VIII. gestiftet und von Papst Alexander II. durch eine Bulle am 5. Juli 1175 bestätigt.
 
 
Frühe Phase
- vom Beginn bis zum Ende der Reconquista 1265
-

In der frühen Phase sahen die Ritter im Schutz der Pilger nach Santiago de Compostela
ihre Hauptaufgabe. Der Heilige Jakob, der Schutzheilige der Pilgerschaft nach Santiago wurde zum "Matamoros", zum Maurentöter. Infolgedessen nannte sich der Orden anfangs auch "Santiago de espada" bzw. „Santiago vom Schwert“. König Alfons VIII. schenkte ihnen 1174 die Herrschaft und den Ort Uclés, das seitdem Hauptquartier des Ordens wurde, 1211 Mora und Mira, später vereinigt mit Osa, Montiel und Alfambra. Zeitweilig unterhielt der Orden in Mértola im portugiesischen Alentejo sein Hauptquartier. Später als die Reconquista in Portugal beendet war, trennte sich, wie beim Calatravaorden auch, der portugiesische Zweig ab, der sich stärker seinem König zu Gehorsam verpflichtet sah.
 
 
Die Ritter von Santiago nahmen an der Reconquista im Raum Teruel und Castellón teil und kämpften 1212 in der Schlacht bei Las Navas de Tolosa. Die leonesisch-kastilischen Monarchen übertrugen ihnen Ländereien und Privilegien, die dem Orden erlaubten, große Regionen Andalusiens und Murcías zu besiedeln. Neben den Einnahmen, die der Orden aus seinen landwirtschaftlichen Gütern und Viehherden bezog, erzielte er Brücken-, Markt- und Wegezölle, Pachtzinsen und genoss Steuerfreiheit.
 


 
 
Mittlere Phase
  - vom Ende der Reconquista (1265) bis zur Übernahme des Ordens durch die span. Krone (um 1499) -
Mit dem Ende bzw. der Verlangsamung des Reconquista sah sich der Santiagoorden in interne Kämpfe bzw. die Bürgerkriege der Adeligen im Königreich Kastilien verwickelt. Insbesondere Erbfolgefragen führten in Kastilien immer wieder zu Erbteilungen und neue Rivalitäten, die nicht selten auf dem Schlachtfeld zwischen den christlichen Adeligen ausgetragen wurden. Zur gleichen Zeit fühlte  sich der Orden durch sein immenses Vermögen verpflichtet, die Ansprüche  der Krone zu unterstützen. Unter dem Einfluss dieser internen Kämpfe und  rivalisierenden Cliquen besaßen die Großmeister häufig nicht die  ausreichende Würde. Der Orden war durch Skandale diskreditiert, so dass  beim Tode des Großmeisters Alonso de Cárdenas  1499 die Katholischen Könige (Isabella I. und Fernando II.) eine Bitte an den Heiligen Stuhl  richteten, die gerechte, göttliche Vorsehung möge die Skandale  abstellen in einer Zeit, in der der Krieg gegen das maurische Königreich  Granada große Lasten von der Krone fordere. Deshalb erbaten sie vom  Papst Alexander VI. in Erwägung zu ziehen, ihnen die großmeisterliche  Verwaltung des Ordens als Kompensation für ihre großen Opfer für den  katholischen Glauben zuzubilligen. Er entsprach ihrer Bitte im gleichen  Jahr durch eine Bulle, in der er Fernando II. die hohe Würde der  Verwaltung des Santiagoordens übertrug. Tatsächlich waren Isabella I.  und Fernando II. nicht länger gewillt, dem Hochadel in Gestalt der  Ritterorden beträchtliche finanzielle und militärische Macht zu  überlassen. Diese wollten sie ihrer Kontrolle unterstellen. Skandale  kamen da gerade recht. Der nicht eben in ehelicher Treue lebende König  Fernando, dessen Bereitschaft zur Lüge von seinen Zeitgenossen  hervorgehoben wurde, war sicher keine tugendhaftere Alternative zu den  zeitgenössischen Hochadligen im Santiagoorden.



Späte Phase
- von der Übernahme des Ordens (um 1499) bis heute -

1523 vereingt Papst Hadrian VI. die Großmeisterwürden des Calatrava-, Alcántara und des Santiagoordens auf die Krone Spaniens. Die Vermögen der Orden werden der Krone übereignet. Für die Verwaltung der drei Orden wird ein "Consejo Real" gegründet der bis heute besteht. Die Großmeisterwürden gehen an der regierenden König. Der "Consejo Real" besteht heute aus vier Abteilungen, da der Orden von Montesa später noch datzugenommen wurde. Diese Abteilungen verwalten unabhängig von den anderen ihren Orden. Siehe: www.ordenesmilitares.es


Heiliges Land
Abschließend noch ein Wort zu den Bemühungen in Europa gegründeter Ritterorden, im Heiligen Land Fuß zu fassen. Das betraf zwei spanische Orden, den Santiagoorden und den Montjoieorden.
 
Im September 1180 bot Fürst Bohemund III. von Antiochia dem Großmeister des Santiagoordens, Pedro Fernández, Burgen und Herrschaften in seinem Fürstentum an, unter der Bedingung, dass von diesem Monat September an und im folgenden Jahr er selbst und Brüder seines Ordens sich niederlassen und sie mit Hilfe Gottes und des Fürsten Landstriche erobern, die er ihnen zu Lehen und Erbe aufgrund immerwährenden Rechts gewähren wolle. Nachdem dies dem Großmeister nicht sogleich möglich war kehrten der Großmeister und die ihn begleiteten Ritter unverrichteter Dinge wieder nach Spanien zurück.

Der um 1174 in Aragón gegründete Montjoieorden erhielt schon 1177 im Königreich Jerusalem Schenkungen von Königin Sybille. Vielleicht aus diesem Grund nahm er den Namen „Ritterschaft von der hl. Maria vom Freudenberg in Jerusalem“ an. Der Mons Gaudii oder Freudenberg war der Hügel, von dem aus die entzückten Pilger auf dem Weg nach Jerusalem zum erstenmal die Heilige Stadt erblickten. Die ersten Geschichtsschreiber des Ordens machten sich diesen Umstand zunutze, um seine Geburt nach Jerusalem zu verlegen. Das war natürlich rühmlicher als Alfambra, seine tatsächliche Wiege in Aragón!

Zeit  
   
Facebook Like-Button  
   
aktuelle Termine  
  18.-21. Mai 2018
Schloss Scherneck (Besuch)
Historische Tage

31. Mai -3. Juni 2018
Wasserschloss Sandizell (Besuch)
Mittelalter Spektakel

22.-24. Juni 2018
Schrobenhausen (Lager)
Schrannenfest

06.-08. Juli 2018
Ingolstadt (Lager)
Herzogsfest

21. Juli 2018
Neusäß (Schaukampfvorführung)
30-Jahrfeier des ACO e.V.

27.-29. Juli 2018
Rittergut Stetten o.L. (Lager)
Rittertunier

21.-23. September 2018
Langenneufnach (Lager)
Mittelalterlager privat 2018
 
News  
  Viel Spaß mit der neuen Bildergallerie "Schrobenhausen".  
Mittellalterwitz  
  Ein Königspaar hat eine kleine Tochter, welche die seltene seherische Gabe besitzt, in die Zukunft blicken zu können. Sie hat sich bisher nie geirrt. Daher bricht in der Burg große Unruhe aus, als das Mädchen eines Tages voraussagt: "Morgen zur neunten Stunde wird mein Vater sterben." Für den Hausherrn folgt eine schlaflose Nacht, dann endlich kommt der Morgen. Da klopft es an der Tür zum Schlafgemach. Der Hausherr, mit zitternden Beinen und dem Schwert in der Hand, öffnet die Tür und sein Herold steht davor. Im selben Moment schlägt die Glocke zur neunten Stunde. Da bricht der Herold wie vom Blitz getroffen tot zusammen. Der König atmet tief durch und sagt zu seiner Gattin: "Gott sei Dank, diesmal hat sich die Kleine geirrt..."

Kommt ein Kreuzritter nach einigen Jahren von einem
Kreuzzug zurück auf seine Burg. Als seine Frau ihn sieht, sagt sie: "Deine Haare grau, dein Gesicht ist schmal, ich glaub, du bist nicht mein Gemahl." Da sieht er sie an und sagt: "Dein Busen hängt, der Hintern breit, is gscheiter, wenn i weiter reit."
 
Heute waren schon 18 Besucher (35 Hits) hier!