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Lexikon historischer Begriffe
Lexikon historischer Begriffe und Redewendungen

A
Aedicula: (lat. Häuschen, Tempelchen); Umrahmung in Architekturformen mit giebelartiger Bekrönung.
Abtragen: Begriff aus der Falknerei. Den Beizvogel zähmen und für die Beizjagd auf ein bestimmtes Wild einjagen.
Akanthus: Blattornament
Alcalde (span.): Stadtrichter
Aljamas (span.): siehe Moros
Allmende: dörfliches Gemeineigentum (Wald, Wiesen, Gewässer, Brachland)
Allodien: Erbgut, siehe: Eigengut
Alltuende: Gemeinde
Altar, christlicher: Stätte auf der das Messopfer als unblutige Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers in der Gestalt eines Mahles dargebracht wird. Block- oder tischförmig, bestehend aus Stipes, Mensa und Sepulcrum. Siehe: Antependium, Predella, Retabel.
Ambo: Von einer Brüstung umgebenes, erhöhtes Lesepodest; Vorform der Kanzel.
Ante portas: vor den Toren
Antecessori: Vorgänger, Ahnen
Antependium: (lat. „der Vorhang“); Seit dem 15.Jh. Bezeichnung für die Verkleidung der Vorderseite des Altares aus Stoffbespannung, Holztafel oder Metallplatte. Auch Ölbilder sind möglich.
Antiphonar: Buch mit liturgischen Wechselgesängen für das Tagesoffizium.
Apostasie: Abfall vom christlichen Glauben, Austritt aus einem Kloster unter Bruch der Gelübte.
Appellation: im gemeinen Zivil- und Strafprozess die Berufung gegen das Urteil eines unteren Gerichts an ein höheres Gericht zur Prüfung der Richtigkeit der angefochtenen Entscheidung.
Apsis: (griech. „das Angefügte“); halbrunde, rechteckige oder vieleckige Altarnische. Hauptapsis = Abschluss des Chores; Nebenapsiden = Abschlüsse der Seite- und Querschiffe.
Archivalien: Urkunden, Akten- und Schriftstücke aus einem Archiv.
Archivolten: Bogen romanischer und gotischer Portale, häufig mit Figuren besetzt.
Arkade: (lat. arcus „der Bogen“), von Pfeilern oder Säulen getragener Bogen
Arma Christi: (lat. „Waffen Christi“); Die Leideswerkzeuge (ursprünglich Hoheits- und Siegeszeichen) Christi: Kreuz, Lanze, Geißelsäule, Rohr und Schwamm, Dornenkrone, Nägel und Hammer, später durch viele andere Bildzeichen vermehrt wie Laterne, Morgenstern, Judaskuß, Schwert Petri, Ohr des Malchus, Hahn, 30 Silberlinge im Beutel, Kopf –mit herausgestreckter Zunge oder speiend, Haupt des Pilatus, Kanne des Pilatus, Rute, Leiter, Würfel, Purpurmantel, Veronikabild, Sarg u. a. Aus der byzantinischen Kunst stammend, seit dem 14. Jh. besonders in Frankreich und Deutschland beliebtes Motiv für Andachtsbilder, häufig des Schmerzensmannes, der Gregoriusmesse beigefügt, auch um die Herzwunde angebracht.
Atzung: Begriff aus der Falknrei. Die Nahrung der Beizvögel.
Audiencia (span.): zentrales Hofgericht
auf`s Rad flechten: Hinrichtungsart, die Delinquenten wurden auf ein hölzernes Wagenrad gebunden. Dann zerschlug man ihnen mit einer Axt Arme und Beine und setzte das Rad auf eine hohe Stange vor den Toren der Stadt. Manche der Verurteilten lebten noch tagelang unter schlimmsten Qualen.
Aula regis: bis zum 12. Jh. aus hohen Aristokraten und Geistlichen bestehender spanischer Kronrat.
Ausstocken: Stämme aus dem Wald herausnehmen
Autodafé (span.): die Glaubenshandlung, in der die Urteilsverkündung für eine Reihe von Prozessen in einer feierlichen Zeremonie zusammengefasst war, und die gleichfalls öffentliche Massenhinrichtung durch Verbrennen. Die A. waren als Mischung aus Messe, Hof- und Volksfest organisiert und galten als gesellschaftliche Höhepunkte. Für die „Popularität“ sorgten Maßnahmen, mit denen die Teilnahme auch des Volkes von der Inquisition erzwungen wurde.
Auszug: Aufmauerung über dem Gesims
Autograph: Eigenhändige Niederschrift des Autors. 
 

 
B
Barrio (span.): Stadtviertel
Basilika: In der römischen Antike Markt- und Gerichtshalle. Der Bautyp wurde im Frühchristentum für die ersten sakralen Großbauten übernommen: mehrschiffiges Langhaus, durch Säulen oder Pfeiler unterteilt; das überhöhte Mittelschiff wird durch eigene Fenster beleuchtet.
Bauhütte: Zu ihr gehören die an einem Kirchenbau beteiligten Handwerker und Künstler; der Baumeister führte sie – unabhängig vom geltenden Recht des jeweiligen Standorts – nach festgesetzten Regeln. Die Berufsgeheimnisse der Bauhütte wurden streng gehütet.
Begüterte: Grundeigentümer
Behetría (span.): bäuerliche Siedlung
Beinlinge: Lange, enge Strümpfe, an der Bruech angebunden (angenestelt). Strumpfhosen in einem Stück gab es noch nicht.
Beize: Begriff aus der Falknerei, Jagd mit Greifvögeln.
Bell: Begriff aus der Falknerei, Kleine runde Glocke, die der Falke an den Fängen trägt.
Benediction: geistliche Maßnahme, um den Teufel zu exorzieren
Benediktion: Weihe
Bergfried: Schutz- und Wachturm einer Burg. Höchster Turm und letzte Rückzugsmöglichkeit der Burgbewohner bei einem Angriff. Daher liegt der einzige Zugang meist in acht oder zehn Meter Höhe und kann nur über eine leichte Außentreppe aus Holz erreicht werden, die man bei Gefahr entfernen kann.
Bogenfeld: Mit Malerei oder Plastik verziertes Feld über dem waagrecht oberen Türabschluss und dem darüber geführten Bogen.
Bomesin: Stoff (glänzendes Baumwollgewebe)
bossieren: Modellieren in Ton, Gips oder Wachs.
Bossierwachs: Modellierwachs für die Bildhauerei.
Bozzetto: kleinformatiger Entwurf für ein Gemälde, der die gesamte Komposition enthält.
Braunfirnis: Durch Erhitzen verkohlter Leinölauftrag auf Kupferplatten, aus dem figürliche und ornamentale Motive mit einem Schabeisen ausgeschabt und feuervergoldet werden.
Breve:  Seit dem Ende des 13. Jahrhunderts übliche, besonders einfache und kurze Form der Papsturkunde, die mit einem Wachssiegel (Fischerring) gesiegelt wurde.
Brevier: Gebetbuch des katholischen Klerikers mit den Stundengebeten.
Bruche und Beinlinge: derbe Bauernkleidung
Bruech (Bruche): Unterhose
Bulle: 1. Metallsiegel wie es im Mittelalter, vor allem von den Päpsten in Form von Bleisiegeln, verwendet wurde; 2. feierliche, mit einer Bulle gesiegelte Papsturkunde (seit dem 13. Jh.)
Buntfell: Alle nicht einfarbigen Pelze, häufig waren es die Felle nordischer Eichhörnchen.
Burgi (span.): Vorstadt
Bursa: Viereckige, oben mit einem Kreuz verzierte, mit dem Kelchvelum in den liturgischen Farben wechselnde gesteifte Tasche für das Corporale.
Büttel und Gewaltrichter: Sie bildeten zusammen mit den Gewaltrichterdienern die städt. Polizei. 
 
 
 
 
C
Canciller (span.): königlicher Kanzler
Campus leprosarum: Platz der Leprosen
Canconicus: kirchliches Amt
Canon missae: Unveränderlicher Teil der heiligen Messe nach dem Sanctus bis vor das Pater noster mit den Wandlungsworten im Einsetzungsbericht als Kernstück. Fixiert seit Papst Damasus (+389). Das Anfangs-T von Te igitur schon früh mit dem Bild des Gekreuzigten geschmückt, aus dem das selbständige Canonbild mit der Darstellung der Kreuzigung entstand.
Canontafel: Drei bei der Messfeier auf dem Altar aufgestellte Tafeln mit Teilen aus den unveränderlichen Gebeten der heiligen Messe. Seit dem 16. Jahrhundert gebräuchlich. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil nicht mehr in Verwendung.
Casa de Contratación (span.): Zollbehörde mit Sitz in Sevilla, später Cádiz (1503-1790), über die C. musste der gesamte Handel mit den Kolonien abgewickelt werden, um den Einfuhrzoll von 20% problemlos einziehen zu können.
Casel: (lat. casula „das Hütchen“), Das liturgische Obergewand des Priesters und Bischofs in den liturgischen Farben bei der heiligen Messe – Messgewand. Entstanden aus dem profanen Obergewand (panula) der Römer. Eigentliches Messgewand erst seit dem 16. Jahrhundert.
Chancillería (span.): siehe Audiencia
Chirograph (Chirographum): eigenhändige Urkunde, im besonderen eine aus zwei gleichen spiegelbildlich geschriebenen Teilen bestehende Urkunde, die entlang einem in der Mitte angebrachten Schriftzug auseinandergeschnitten wird. Das Aneinanderfügen der von den Vertragspartnern aufbewahrten Teile dient als Echtheitsbeweis und soll gegen Fälschungen schützen.
Chor: In den kirchlichen Baukunst Ort für die Geistlichen; er enthält Hochaltar und Chorgestühl und ist durch Lettner oder Chorschranken vom Kirchenraum getrennt.
Chorgestühl: Sitzreihen der Geistlichen, in Form eiens U meist im Mittelschiff ab der dritten Säule. Durch seine hohe, geschlossene Rückwand versperrte das Chorgestühl dem normalen Kirchenbesucher den Blick auf den Altar.
Ciborium: Fester auf Säulen stehender Baldachin über dem Altar; über dem Altar schwebend angebrachtes Kästchen zur Aufbewahrung der Eucharistie; Wandtabernakel; Sakramentshäuschen; seit dem 16., allgemein erst seit Mitte des 17. Jh. auch zur Bezeichnung für das Gefäß zur Aufbewahrung der Eucharistie.
Ciudad (span.): kleinere oder größere Stadt
Collectabel: steuerpflichtig, als Substantiv Geldsammlung
Complet: siehe Komplet
Conchylie: Schale der Weichtiere.
Condestable (span.): Befehlshaber der kgl. Truppen
Confratre: Anhänger des Templerordens, der diesen mit Geld und/oder Arbeitskraft unterstützt, ohne ein Gelübde abzulegen. Oft Adelige - auch Frauen -, die dafür auf den Templerfriedhöfen beigesetzt werden wollen. Manche verpflichten sich für einen bestimmten Zeitraum, den Templern zu dienen. Es gab selbst Könige unter den Confratres.
Corporale: Das aus reiner Leinwand gefertigte neunfach zusammenfaltbare viereckige Linnentuch, auf dem in und außerhalb der heiligen
Messe der sakramentale Leib (corpus) des Herrn liegt, bzw. auf das ein Gefäß mit der Eucharistie (Kelch, Ciborium, Monstranz) gestellt wird.
Consejo (span.): Stadtrat
Consejo de la Suprema y General Inquisición: Inquisitionsrat, Berufungsinstanz bei Inquisitonsprozessen
Consolat del Mar (span.): Meereskonsul, Konsul einer überseeischen Kaufmannskorporation mit eigener vereinfachter Rechtssprechung.
Conversos (span.): zwangsgetaufte Juden
Corregidores (span.): staatl. Beamte
Cortes (span.): seit dem 12. Jh. aus kirchlichen Synoden hervorgegangene Vertreterversammlung von Adel, Klerus und Städten (1188).
Cotte: Tunikaartiges Unterkleid mit Ärmeln, von Männern und Frauen getragen, Schlupfkleid, dessen schlitzartiger Ausschnitt mit einer Fibel oder einem Fürspan zusammengehalten wird.
Cuppa: Der zum Trinken bestimmte becher-, schalen-, tulpenförmige Teil des Kelchs.
Cura: Pfarrer (span.)
Curia regis: siehe Aula regis
Custodia: Behälter zur Aufnahme der für die Monstranz bestimmten und in die Lunula eingeklemmten konsekrierten großen Hostie.
Custos: Zu den besonderen Pflichten, die der Custos von St. Ulrich und Afra wahrzunehmen hatte, gehörte es, besonderen Besuchern das Ulrichskreuz zu zeigen und ihnen damit den Segen zu erteilen. Zu diesem Zweck legte er zuvor Chorrock und Stola an.
 
 
 
D
dafförgelt: Tafferngeld
Dalmatik: Das liturgische Obergewand des Diakons in denliturgischen Farben. Vom Bischof unter der Casel getragen. Entstanden aus dem gleichnamigen aus Dalmatien stammenden antiken tunikaähnlichen aber nicht gegürteten profanen Gewand mit weiten Ärmeln. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wird die Dalmatik nur noch als Gewand der Diakone verwendet.
Deesis: (Gebet), aus der byzantinischen Kunst stammende Darstellung des Weltenrichters zwischen Maria und Johannes des Täufers, die fürbittend ihre Hände zu ihm erheben. Nördlich der Alpen zuerst in der ottonischen Zeit aufgetreten, nicht selten im Zusammenhang mit Darstellungen der Majestas Domini oder des Weltgerichts.
Dekagon: Regelmäßiges Zehneck.
Deus lo volt: Gott will es
Diabetes Mellitus: der honigsüße Fluss. Mit dem Fluss war der Urin gemeint, den der Arzt kostete, um eine Zuckerkrankheit festzustellen.
Diarium: Tagebuch
Dies irae: Gebet über den Tag des Zorns, das jüngste Gericht
Domanialland: Herrenland, das vom Herrenhof durch Sklaven und Fronbauern bewirtschaftet wird.
Donjon: Wie der Bergfried Schutz- und Wachturm einer Burg, aber gleichzeitig auch Wohnbereich. Eher in älteren Burgen zu finden. Später wohnten die Burgherren und ihre Familie im Palas.
Dormitorium: Gemeinsamer Schlafsaal der Mönche im Kloster.
Drehtabernakel: Im Barock entstandener, auf dem Altar vor der Rentabel stehender Tabernakel mit einem senkrecht um seine Mittelachse drehbaren runden Gehäuse, das in drei Nischen Möglichkeit zur Aufnahme des Altarkreuzes, des Ciboriums und der Monstranz zur Aussetzung bietet. Er darf heute aus Gründen der Sicherheit und Würdigkeit nicht mehr angefertigt werden.
Duktus: Linienführung bei Schriftzeichen.
 
 
 
E
Ehehaft: örtlich gebundene Rechtsordnung; im besonderen sind damit die von der Ortsherrschaft mit bestimmten Rechten und Pflichten verliehenen dörflichen Gewerbe – meist Bad, Schmiede, Mühle und Wirtschaft (Taverne) – gemeint.
Eigengut: volleigener, freier Besitz, der keiner Grundherrschaft verpflichtet ist, meist von freien Bauern (s. Allodien).
Eimer: Maßeinheit, entspricht 68,4 Liter
einzechig: einzeln
Elevation: Erhebung der heiligen Gestalten unmittelbar nach den Wandlungsworten und am Ende des Canon.
Email:  Leichtflüssige, verschiedenfarbige Glasmasse, auf Metal (auch Glas und Ton) aufgeschmolzen, durchsichtig (translucid) oder undurchsichtig (opak), verwendet als Grubenschmelz (12./13. Jh. zumal von Limoges aus verbreitet; in die Metallplatte eingetiefte Gruben), als Zellenschmelz (frz. Cloisonné, aufgelötete Stege auf glatter Metallplatte als Trennung der Schmelzflächen), als Drahtemail (gedrehte Silberdrähte statt der Stege) oder Email auf weißem Grund (17.-19. Jh., Miniaturbilder z. B. an Monstranzen und Kelchen).
Empore: Galerie auf Pfeilern oder Säulen; sie dient der Erweiterung des Kirchenraums und der Absonderung einzelner Gruppen von der Gemeinde.
Entomologie: Insektenkunde
Epitheta: Wörter, die als „schmückende“, d. h. typisierende, formelhafte Beifügungen immer wiederkehren.
Erbmarschalk/Marschalk: Hofamt, beinhaltet die Oberaufsicht über das gesamte Hofwesen, Vorsitzender der Landstände.
Etter: das Dorf gegen die Ackerflur abschließender Zaun, Graben, Hecke oder Mauer, welche auch eine rechtliche Grenze bildeten.
Evangeliar: liturgischen Buch mit dem vollständigen Text der vier Evangelien und (meist) einem Verzeichnis der bei der Messe zu lesenden Abschnitte, in mittelalterlichen Handschriften zum Teil mit prachtvoller Buchmalerei.
Exedra: Bei den Römern halbrund ausgebuchteter Raumteil eines öffentlichen Gebäudes; im christlichen Kirchenbau die Apsis.
Exempli causa: beispielsweise
Exemtion: Ausgliederung aus dem kirchlichen Verband und Unterstellung unter einen Höheren oder speziell eingesetzten Oberen (z.B.
Exemtion eines Klosters aus der Diözese und Unterstellung direkt unter den Papst).
Extraneum: Exklave
 
 
 
F
Faksimile: originalgetreue Nachbildung einer Handschrift, einer Urkunde, Stempel etc.
Federspiel: Begriff aus der Falknerei. Attrappe aus Stoff oder Leder mit aufgenähten Vogelflügeln, die zum Zurückholen des Beizvogels dient.
Fiale: schlankes spitzes Türmchen als Bekrönung der gotischen Baukunst (auch bei Altären).
Fiat lux: Es werde Licht
Fibel: Gewandverschluss mit einer Nadelkonstruktion, die wie eine Sicherheitsnadel funktioniert.
Filigran: (lat. filium = der Faden, granum = das Korn); Ziertechnik aus Gold- und Silberdraht., der glatt, gekörnt oder gezwirnt auf eine Metallunterlage gelötet wird, die mit feinen Gold- oder Silberknötchen bedeckt ist. Falls ohne Untergrund, werden die Kreuzungspunkte verlötet.
Fischenzen: Fischereigerechtigkeit und der Ort ihrer Ausübung, Fischwasser.
Fistula: Meist silbernes, oft mit einem Griff versehenes Röhrchen, durch das Klerus und Volk das heilige Blut empfingen; 7./8. Jahrhundert bis spätestens 14./15. Jahrhundert gebräuchlich. Heute findet sie nur noch im feierlichen päpstlichen Pontifikalamt Verwendung.
Fleuron(ée): Blumenzierrat in der Buchkunst.
Flügelaltar: In der Gotik entstandener hinter oder auf dem Altar stehender Aufbau mit Mittelschrein und zwei oder mehreren daran befestigten drehbaren Flügeln.
Forum feni: Heumarkt
Fries: Waagrechtes Ornamentband zur Verzierung oder Gliederung des Wand.
 
 
 
G
Gademen: Verkaufsstände
Gagat: Glänzende tiefschwarze Braunkohle, auch Pechstein genannt. Leicht schnitz- und bearbeitbar. Wird für Rosenkränze und Schmuckstücke verwendet.
Gassengericht: im Bedarfsfall gebildetes Gericht für schnelle Entscheidungen.
Gebende: Kopfschleier, der Oberkopf, Ohren und Kinn fest umschließt. Wird mit einem Stirnreich, einem Schapel oder einer Krone getragen. Für verheiratete Frauen und beim Kirchgang vorgeschrieben.
Gejaid: Jagd
Gens cucullata: Volk der Kapuzenträger, ironische Bezeichnung für Mönche.
Geoeß: Weidemöglichkeit für das Wild
Gerbgang: Mahlgang, „dessen stein so gerichtet, dasz die speltkörner, als der kern, nur aus der spreu heraus gedrückt und nicht zu meel zerdrückt werden“; der zum Gerben dienende Gang der Mühle.
gerichtbar: 1, dem Gericht unterworfen, gerichtspflichtig, 2. zum Gericht geeignet.
Gerichtsstab: öffentliche Gerichtsversammlung an einem feststehenden Platz
Geschühriemen: Begriff aus der Falknerei. Kurze Lederriemen, die der Beizvogel an beiden Füßen trägt.
Gesims: Vorspringende waagrechte Leiste zur Wandgliederung und -verzierung.
Gesta: Lebensbeschreibung
getrungen: gezwungen, gedrängt.
Gevatter: Pate
Gewölbe: Abgerundetes Deckenform, die an Stelle der Flachdecke trat. Einfachste Form: das Tonnengewölbe, das aus einem halben Kreiszylinder besteht.
Gnadenhaus: von der Herrschaft für armes Volk erbaute Hütte.
Gnadenstuhl: Zuerst im 12. Jahrhundert auftretende Dreifaltigkeitsdarstellung in Verbindung mit dem Leiden Christi: Gottvater auf dem Thron oder Himmelsbogen sitzend hält mit beiden Händen vor sich ein großes Kreuz mit dem geopferten, menschgewordenen göttlichen Sohn, während der Heilige Geist in Gestalt einer Taube auf seiner Brust oder über seinem Haupt erscheint. Besonders verbreitet in Deutschland seit dem 15. Jahrhundert.
Goldgräber: Kloakenreiniger
Goliarden: Studenten des 12. Jahrhunderts, zum Teil zwar geistlich, aber auf Gewinn, Genuss und schöne Frauen aus. Die Goliarden sind in gewisser Weise die Halbstarken des Mittelalters, allerdings auch Vorkämpfer der späteren Scholastik.
Gouache: Malerei mit deckenden Wasserfarben in Verbindung mit harzigen Bindemitteln.
Graduale: liturgischen Gesangbuch mit den Messgesängen.
Grandes de España (span.): Hochadel, 20 Titel unter Karl V.; 93 Titel um 1600.
Gregoriusmesse: Darstellung der Legende, nach der dem heiligen Papst Gregor dem großen bei der Feier der heiligen Messe Christus als Schmerzensmann erschien.
Greve: Burggraf und Richter
Grosso: Venezianische Silbermünze, im Umlauf Ende 12. und 13. Jh.
Gruithaus: Gruit war ein aus Kräutern gewonnenes Bier, das Gruithaus ein Brauhaus.
gültbar/Gülte: Natuaralabgabe, später auch Ertragssteuer, Grundsteuer.
Gurtbogen: Quer zur Längsachse eines Gewölbes verlaufender Verstärkungsbogen.
 
 
 
H
Habit: Kutte, Bekleidung eines Mömchs oder einer Nonne
Hag: Wäldchen
Hallenkirche:  Im Gegensatz zur Basilika sind Mittel- und Seitenschiffe gleich hoch und meist durch ein gemeinsames Dach zusammengefasst. Lichtquelle nur in den Seitenschiffen.
Halsgericht: Hochgericht. Im spätmittelalterlichen Halsgericht wurden die an den Hals, genauer an Hals und Hand gehenden Strafen verhängt, diese im Unterschied zu den an Haut und Haar gehenden Strafen. Das Wort bezeichnet sowohl die Gerichtsgewalt als auch das gehegte Gericht selbst.
Halsgraben: Ursprünglich wird bei einer Burg, die auf einem Bergsporn errichtet wird, der künstliche Graben Halsgraben genannt, der die Burg vom umgebenden Gelände abschneidet. Später auch für andere Burggräben verwendet.
Hartschier: bewaffneter Schutzmann.
Haube: Kopfbedeckung von Männern und Frauen, bei Frauen entwickelt sich die Haube aus Gebende und Schleier. Für verheiratete Frauen vorgeschrieben.
Hausgut: im Alten Deutschen Reich der erbliche Besitz der die Königskrone tragenden Dynastie, im Gegensatz zum Reichsgut.
Hermandades (span.): Städtbünde, Bruderschaften
Hintersassen: jeder, der sein Gut nicht zu freiem Eigen besaß, also von einem Herrn dinglich abhängig war, Höriger. Meist arme Bewohner in einer Stadt, die kein Bürgerrecht besitzen. Der Begriff drückt aus, dass sie kein eigenes Haus besitzen, sondern nur eine Kammer bei einem Bürger gemietet haben.
Hochadel: in Spanien bestehend aus Granden, Magnaten, Optimaten, Señores, Barone oder Rico hombres.
Hochstift: Bezeichnung für den weltlichen besitz eines Bischofssitzes und seit dem späten Mittelalter auch das weltliche Herrschaftsgebiet eines Bischofs.
Hofstatt: Grundstück eines Bauernhofes
Hohe Oberkait/Jurisdiction: hohe Gerichtsbarkeit, Blutgerichtsbarkeit, Halsgericht: das Recht, Verbrechen wie Mord, Notzucht und Diebstahl abzuurteilen, die nach früherem Verständnis die Todesstrafe nach sich zogen; die hohe Gerichtsbarkeit (Blutbann) stand in der Regel dem Landesherrn zu, konnte aber von diesem auch als Lehen vergeben werden.
Hohlkehlen: Rinnenförmige Ausbuchtungen an Gesimsen, Säulen, Flächenübergängen.
Hube, Hufe: Grundstück, Bauerngut
Hufe: ein Stück Land festgelegter Größe
 
 
I
Illumination: Buchmalerei
illuminieren: Ausmalen von Handschriften.
Infirmarius: Für die Krankenpflege im Kloster zuständiger Mönch
in situ: in der im Zuge von Ausgrabungsarbeiten angetroffenen unveränderten Lage.
Initialen: große, meist durch Verzierung und Farbe hervorgehobene Anfangsbuchstaben.
Insasse: Einwohner einer Gemeinde, der nur ein geringeres Bürgerrecht genoss; hatte keinen Grundbesitz.
Inskription: Inschrift auf Grabdenkmälern.
Ioculator: Gaukler. Manche brachten es zu Geld, jedoch begegnete man ihnen mit Misstrauen.


J
Jauchert: 3450qm; altes Flächenmaß für Äcker, Wiesen und (seltener) Wald verwendet.
Juderías (span.): jüdisches Stadviertel (Ghetto)
Junckher: Junker; junger Adeliger, adeliger Grundbesitzer
Justicia mayor (span.): oberster Kronrichter


 
 
K
Kacks: Pranger. Ein Käfig, in dem unter anderem betrügerische Händler öffentlich ausgestellt wurden.
Kalebasse: Kürbisflasche
Kameralorte: Ortschaften, die in eine Kammer (Finanzbehörde) Steuer zahlen.
Kanontafel: Gegenüberstellung, Verzeichnis der gleichlautenden Stellen bei den Texten der vier Evangelisten.
Kapitale (Capitalis): gleich hohe und unverbundene römische Monumentalschrift (Großbuchstaben in einem Zweilinienschema).
Kapitell: (lat. “Köpfchen“); hervorgehobener. Plastisch gestalteter oberer Abschluss von Säulen oder Pfeilern; Übergang zwischen Stütze und Last.
Kartusche: Ornamentgerahmtes Feld
Karyatiden: Gebälkträgergöttinnen nach antikem Vorbild
Kasel: glockenförmiges oberstes Messgewand.
Kathedrale: In England, Frankreich und Spanien übliche Bezeichnung für jede bischöfliche Hauptkirche. In Deutschland als Dom weniger als Münster bezeichnet. Mit einer Kathedrale ist ein Kapitel von Domherren oder Kanonikern verbunden, die bei der Messe im Chorgestühl sitzen.
Kleemeister: Wasenmeister: Abdecker, Schinder
Klientelfürstentum: von einem größeren Reich abhängiges (untertäniges) Fürstentum.
Klosterämter: Dem Abt standen in seiner Funktion als Reichsprälat und damit als weltlicher Landesherr ein weltlicher Beamter, der Kanzler, für die allgemeine Verwaltung und Justiz sowie ein Mitglied des Konvents als Großkellerer für das Finanz- und Wirtschaftswesen zur Seite, die beide vom Abt ernannt wurden. Dieser bestimmte auch, welcher Mönch eine der Aufgaben im klösterlichen Bereich (die sogenannten Konvent- oder Klosterämter) wahrzunehmen hatte. Neben Prior und Subprior waren dies der für die Küche und Hauswirtschaft zuständige Küchenmeister, der Regens chori, dem die musikalische Gestaltung von Chorgebet und Liturgie oblag und der für die musikalische Ausrichtung von Feierlichkeiten zu sorgen hatte, ferner Bibliothekar und Archivar und schließlich der Custos.
Kodex: Band, buchförmig gebundene Handschrift.
Kohlstatt. Platz wo Kohlen gebrannt werden.
Komplet: Stundengebet, Nachtgebet, bei deutschen Zisterzienserinnen zwischen 16 Uhr und 19.30 Uhr, je nach Jahreszeit; denn um 16.30 bzw. 20 Uhr war Schlafenszeit. Bei den Benediktinern ist die Komplet um 21 Uhr anschließend Schlafenszeit.
Komputus: Handbuch der Zeitberechnung.
Konfirmation und Benediktion: Bestätigung eines neugewählten oder neuernannten geistlichen Würdenträgers durch den kirchlichen Vorgesetzten (z. B. des Bischofs durch den Papst).
Konventuale: Stimmberechtigtes Klostermitglied.
Konventualengruft: Begräbnisstätte für die Mitglieder des Konvents (Mönche).
Kosmographie: im Mittelalter für Geographie.
Kreuzgang: Um den Rechteckhof einer Klausur angelegter Gang, in dem Prozessionen, bei denen ein Kreuz getragen wird, stattfinden. Der Kreuzgang bildet mit der Kirche das Kernstück des Klosters.
Kuchlzins: Naturallieferungen, die von bestimmten Dörfern oder Bauerngütern für die Küche des Fronhofs zu leisten waren. Die Ablösung in Geld, die schon im späteren Mittelalter an Stelle der Lieferung trat, hieß Küchendienst, auch Küchensteuer, Küchenpfennig oder Küchenschatz.
Kurfürsten: Mit der „Goldenen Bulle“ aus dem Jahr 1358 regelt Kaiser Karl IV. die Modalitäten bei der Wahl des deutschen Königs und die Rechtsstellung der Kurfürsten. Es wurde bestimmt,, dass die Königswahl durch drei geistliche und vier weltliche Kurfürsten zu erfolgen habe, durch die Erzbischöfe von Mainz, Köln und Trier sowie die Herrscher Böhmens; Brandenburgs, der Pfalz und Sachsens. Die Einberufung des Kollegiums sollte durch den Erzbischof von Mainz erfolgen, der das Amt des eines „Erzkanzlers“ bekleidete. Frankfurt a. M. wurde als Ort der Wahl bestimmt, Aachen als Ort der Krönung. Festzuhalten ist ferner, dass durch die „Goldene Bulle“ zwar der Einfluss des Papstes auf die Königswahl eliminiert, der Anspruch des Königs auf die Kaiserkrone allerdings mehr oder weniger vorausgesetzt wurde. Auf Grund der kräftig gestärkten Rechtsposition der Kurfürsten, welche nun beinahe unabhängig waren, galt fortan die deutsche Königswürde ohne die Krone des Kaisers nur wenig.
 
 
 
L
Landamman: Bezirksbeamter
Laudes: Stundengebte, Morgengebet zwischen 3 und 7 Uhr, je nach Jahreszeit, in der Benediktinerregel um 3 Uhr.
Lavabo: Beginn des Psalmgebetes zur Händewaschung, dann Bezeichnung der Wasserkanne und des Tellers, die zur liturgischen Handwaschung benützt werden.
Lehen: im hohen Mittelalter ein nutzbares Gut (meist Landbesitz), Recht oder Amt, das ein Lehensherr seinem Lehensmann auf Lebenszeit verlieh und das ein besonderes Treueverhältnis begründete.
Lettner: Halbhohe Scheidewand zwischen Chor und Mittelschiff, trennt die Geistlichen von der Gemeinde.
Ligaturen: Buchstabenverbindungen
Limpieza de sangre (span.): „Reinheit des Blutes“. Wer sich um ein Amt, vor allem in der Kirche, bewerben wollte hatte die L. nachzuweisen. Er
musste darlegen, dass er mindestens über 4 Generationen hinweg unter seinen Vorfahren keine Mauren, Juden oder Ketzer gehabt habe.
Lithostein: Die Lithographie, der Steindruck, ist das älteste bekannte Flachdruckverfahren; die Vorlage wird mit Fettkreide oder –tusche auf eine Kalkschieferplatte übertragen. Nach Ätzen der Platte mit Gummi arabicum nimmt beim Einfärben mit fetter Druckfarbe nur die Zeichnung Farbe an. Erfunden wurde die Lithographie von A. Senefelder 1799. Anfänglich diente sie zur Vervielfältigung von Noten, Drucksachen u.a.; später nützten auch berühmte Künstler die Technik. Mit dem ausgestellten Lithostein wurden Ansichten von der Wallfahrtskirche „St. Afra im Felde“ hergestellt, die als Wallfahrtsandenken erworben werden konnten.
Lohmühle: Mühle, in der de Lohe (Rinde) für die Gerber gemahlen wird.
Lunula: Mondsichelförmiger, meist aufklappbarer Halter für die zur Aussetzung in der Monstranz bestimmte konsekrierte Hostie.
 
 
 
M
Maiuskel: Großbuchstabe
Maiuskelschrift: Schrift, die in einem Zweilinienschema einzuschreiben ist (z. B. Blockschrift).
Majoratssystem (span. Mayorazgo): die dem Majorat unterstellten Besitztümer durften nicht aufgeteilt und nur an den ältesten Sohn vererbt
werden.
Malefiz: Kriminalverbrechen/hohe Gerichtsbarkeit.
Mancebos (span.): landwirtschaftliche Lohnarbeiter/Helfer – Taglöhner.
Mannslehen:  nur in direkter männlicher Linie vererbbares Lehen.
Manus manum lavat: Eine Hand wäscht die andere.
Marmortumba: siehe Tumba aus Marmor.
Maroquin: feines genarbtes Ziegenleder.
Maß: Maßeinheit, 1,07 Liter.
Maßwerk: “Gemessenes“ gotisches Bauornament durch Zirkelschläge konstruiert. Zur Gliederung von Wandflächen, als Schmuck von Feldfüllungen meist über Fensterbahnen.
Matutin: Stundengebet, bei deutschen Zisterzienserinnen zwischen 2 und 3 Uhr, je nach Jahreszeit, in der Benediktinerregel um Mitternacht.
Mayordomo (span.): Obersthofmeister, verantwortlich für bis zu 1500 Personen des Hofstaats.
Memento mori: Gedenke des Todes. Der Gedanke an den Tod beherrschte das damalige Leben weit mehr als heute.
Menasflaschen: Flaschen, die zur Mitnahme des Quellwassers aus dem Menasheiligtum (Grab des hl. Menas) bei Alexandrien bestimmt waren.
Mensa: Die als Tisch dienende steinerne Platte des Altares.
Mercado (span.): Markt
Merino (span.): Bezirksrichter
Messgarnitur: Einfacher ovaler Teller (Metall, Glas) mit zwei Kännchen (Metall, Glas) für Wasser und Wein, die bei der heiligen Messe zur Gabenbereitung, zum Lavabo und nach der Kommunion zur Purifizierung des Kelches gebraucht werden; ungenau, daher auch Lavabo genannt.
Mesta: Verband reicher Schafzüchter in Spanien, stärkste Wirtschaftsmacht Spaniens und eine höchst einflussreiche politische Kraft.
Millin:  Mühle.
Miniator: Buchmaler
Ministeriale: adeliger Dienstmann
Ministerialität: der aus der persönlichen Unfreiheit aufgestiegene mittelalterliche Dienstadel.
Minuskel: Kleinbuchstabe
Minuskelschrift: Schrift, die in ein Vierlinienschema einzuschreiben ist, mit Ober- und Unterlängen (z. B. Druckschrift).
Missale: Messbuch
Mitfasten: Mitte der Fastenzeit
Mitra:  Liturgische Mütze hoher katholischer Geistlicher (Bischof).
Morerías (span.). siehe Moros
Moriscos (span.): zwangsgetaufte Mohammedaner, mußten hohe Sondersteuern bezahlen und durften das Land nicht verlassen.
Moros (span.): islamische Bevölkerungsgruppen
Mozaraber: christlich gebliebene, wenn auch arabisierte Spanier; sie verfügten über eine beschränkte Selbstverwaltung, ein Zeichen dafür, wie sehr die arabischen Herren mit der Stärke der Unterworfenen rechnen mussten.
Mudéjares (span.): siehe Moros
Mudéjarstil: eine Mischung arabischer und gotischer Stilelemente.
Muwalladun: siehe Renegados

 
 
N
Necrologium: Totenbuch
Nekrolog: Nachruf
Neumen: Die vor der Erfindung der Notenschrift im Mittelalter üblichen Notenhilfszeichen.
Nidere Oberkait/Jurisdiction: niedere Gerichtsbarkeit, Gerichtsbarkeit über die nicht der hohen Gerichtsbarkeit vorbehaltenen Fälle, z.B. Frevel, Bußfälle.
Niederer Adel: in Spanien bestehend aus Hidalgos, Infanzones oder Caballeros.
Niello: (ital. vom lat. nigellum, schwarze Masse): Metallgravierung mit eingeschmolzener, aus Silber, Kupfer, Blei, Schwefel und Borax bestehender Masse, wobei die Zeichnung dunkel auf hellem Grund erscheint.
Nodus: (lat. Knopf): Knauf am Schaft eines Gerätes (Kelch, Leuchter u. a.), um das Anfassen zu erleichtern, gerieft oder kantig.
Non: Stundengebet, Mittagsgebet, zwischen 14 und 15 Uhr, je nach Jahreszeit, in der Benediktinerregel um 15 Uhr. Zur Prim, Terz, Sext und Non wurde je ein Hymnus mit drei Psalmen gesungen.
Notdurft: Notwenigkeit, Bedürfnis.
Novize: Mönch oder Nonne während der Probezeit.
Numismatik: Münzkunde
 
O
Obervogt: Die administrative Vereinigung der beiden Dörfer Ober- und Unterfinningen führt im 16. Jh. zur Installierung eines Obervogts (seltener Pfleger) und einer Untervogts. Von 1502 ist ein Bestallungsrevers des Obervogts Hans Merz aus Lauingen mit folgenden Rechten und Pflichten überliefert: Danach wurde der Obervogt auf sechs Jahre bestellt. Nur im Falle längerer Krankheit und „unwesentlichen“ sowie „unziemlichen“ Verhaltens konnte das Vertragsverhältnis vom Abt vorzeitig gekündigt werden. Der Vogt mußte ein halbes Jahr vor Ablauf der Anstellungszeit seine Absage für weitere sechs Jahre mitteilen. Der Beamte schwor, alle Aufgaben getreulich und aufrecht zu erledigen, Schaden fernzuhalten, Geheimes für sich zu behalten und die Renten, Zinsen, Gülten und Schulden zwischen St. Galli und Lichtmeß einzubringen und Rechnung zu legen. Außerdem hütete er die Hölzer und die Weiher. Für seine Tätigkeit erhielt er eine Wohnung im Schloß, Holz und Gefälle vom großen Frevel. Die kleinen Frevel bekam der Untervogt. Desweiteren erhielt der Obervogt den Leihkauf vom Zehent und einen Teil der Bestandsgelder und zwar von der Mühle 1 fl, von jedem Hof 1 fl, von einer Hufe ½ fl, vom Lehen 60 Pfg. und von einer Sölde gleichfalls 60 Pfg. Darüber hinaus nutzte er 9 Jauchert Äcker, 5 Tagwerk Wiesen, das Gras im Burggraben und den Baumgarten. Dafür versorgte er bei Anreise des Abtes dessen Gefolge mit Heu und Stroh und verköstigte es. Als Zugabe bezog der Obervogt 6 rh fl und vier Ellen Tuch. Für 2 Schaff Roggen und 8 Schaff Haber Augsburger Schrannenmaß hielt er ein Pferd für den klösterlichen Überreiter bereit. Selbst hatte er 10 Stück Vieh im Stall stehen. Beamte und Handwerker des Klosters sollte er gegen 8 Pfg. ebenfalls mit Speis und Trank bewirten. Die Bauern und Söldner der Hofmark leisten ihm Scharwerke. Irrungen und Sprüche sollte er dem Abt bzw. seinen Räten melden und entscheiden lassen. Hans Merz räumte schließlich bei pflichtvergessenem Handeln ein Pfandungsrecht auf seinen Gütern ein. Aus der Verwaltungstätigkeit der Vögte erhielten sich Amtsrechnungen von 1617-1695, Amtsprotokolle von 1690-1701 und eine Sammlung pfalzbayerischer Verordnungen und Mandate von 1527-1792. Die Herrschaft setzte zwei Viere, die beiden Kirchenpfleger und vier von 12 Richter ein. Aus seiner Zwing- und Bannbefugnis heraus erließ der Abt Hofmarks- und Dorfordnungen von ca. 1600-1676. Die Hofmark wurde im November 1802 vorzeitig inventarisiert und säkularisiert.
Officium: der liturgische Gottesdienst der liturgischen Kirche, besonders das Stundengebet des katholischen Geistlichen als tägliches Lob Gottes.
Oktogon: Regelmäßiges Achteck
Omnes: alles
Orationale: Gebetbuch
Oratorium: Betsaal, Hauskapelle in Klöstern.
Original: Urschrift, Urfassung
Ostensorium: Erst im 16. Jahrhundert für die Monstranz gebräuchlich gewordene Bezeichnung. Heute die offizielle kirchliche Benennung des eucharistischen Schaugeräts.
 
 
 
P
Paläograph: Wissenschaftler auf dem Gebiet der Schriftenkunde.
Palas: Wohngebäude einer Burg, in dem die Familie des Burgherren lebt.
Palla: Quadratisches mit einem Karton verstärktes oder mit Stärke versteiftes Stück Leinwand zum Abdecken des Kelches. Entstanden aus dem Corporale, mit dessen einem Ende einst der Kelch bedeckt wurde, anstelle eines zweiten zusammengefalteten Corporale (seit dem 11. Jahrhundert), seit dem 15./16. Jahrhundert gebräuchlich geworden.
Paraliturgisch: dem Liturgischen ähnlich, vergleichbar.
Paramente: Die stofflichen Ausstattungsgegenstände, die beim liturgischen Gottesdienst Verwendung finden als Gewänder, auch als Verkleidung des Altares und heiliger Gefäße.
Partitur: Zusammenstellung aller, zu einem vielstimmigen Tonstück gehörenden Stimmen.
Parzellen: Land, das an Bauern gegen Fron und Zins ausgegeben wird.
Pastorale: Krummstab, Hirtenstab des katholischen Bischofs.
Patene: Der für die nicht konsekrierte und konsekrierte Hostie bestimmte flache Teller.
Patrozinium: Schutzherrschaft des Heiligen über eine Kirche.
Pektorale: Brustkreuz
Perikopenbuch: Zusammenfassung von Bibeltexten, die zur Verlesung als Evangelium und Epistel beim Gottesdienst vorgeschrieben sind.
Perioche: mit szenischen Hinweisen versehenes Programmheft.
Petitores: Bittsteller, Geldsammler
Pfandschilling: Geldsumme, mit der ein Pfand ausgelöst wird.
pfärrig: einem Pfarrverband zugehörig
Pfeiler: Mauerstütze mit rechteckigem, vieleckigem oder rundem Grundriss, freistehend oder mit der Wand verbunden. Im Gegensatz zur Säule ohne Schwellung und Verjüngung.
Pflegschaft: Vermögensverwaltung
Pfründe: 1. im Allgemeinen die nötige Nahrung, der Unterhalt, 2. besonderes ein vertrags- oder stiftungsmäßig gereichter Lebensunterhalt in einem Stift, Verpflegungs-, Armenhaus usw., sowie die Stelle in einem solchen, 3. ein weltliches Amt und die Einkünfte aus einem solchen, 4. besonders ein geistliches Amt und die damit verbundenen Einkünfte, sodann auch ein geistliches Beneficium.
Pilaster: Flacher Wandpfeiler
Pluviale: vorne offener Überwurf katholischer Priester.
Polygonaler Abschluss: Apsisraum auf vieleckigem Grundriss (z. B. fünf Seiten eines Achtecks; sieben Seiten eines Zwölfecks).
Pontifikalien: Liturgische Gewänder und Würdezeichen des katholischen Bischofs.
Portiunkula: - oder Santa Maria degli Angeli, Marienkirchlein bei Assisi, in dem der hl. Franziskus seine Berufung empfing und es sich dann als „Erbteilchen“ (Portiunkula) erbat. Für den Tag der Neuweihe am 02.08.1216 und für alle folgenden Jahrestage soll Franziskus den Portiunkulaablaß erfleht haben.
Portner: Pförtner in einem Kloster.
posssessori: Vertretungskörperschaft der Grund- und Hausbesitzer
Präbende: kirchliche Pfründe
Präzedenz: Vorgangsrecht, Vorrang
Predella: Fußstück des gotischen Altarschreins (Staffel)
Presbyterium: Chorraum einer Kirche, der dem Priester vorbehalten ist.
Prewstatt: Brauerei
Prim: Stundengebet, zwischen 4 und 8 Uhr, je nach Jahreszeit, in der Benediktinerregel um 6 Uhr. Zeit für das eigentliche Morgengebet
Primiz: erste feierliche Messe eines neugeweihten Priesters.
Prob(p)st: 1. der Vorgesetzte, Vorsteher, Aufseher, Befehlshaber, 2. die geistlichen Vorsteher einer Hauptkirche, eines Klosters, Stifts.
Profeß: Ablegung der Ordensgelübte; auch: Mitglied eines geistlichen Ordens oder einer Kongregation nach Ablegung der Gelübte.
Proprietarii: Eigentümer/Eigentum
Provenienz: Herkunft z. B. einer Handschrift aus einer Schreibstube.
Psalierchor: Raum, in dem das Stundengebet abgehalten wird.
Psalter (Psalterium): für den liturgischen Gebrauch eingerichtetes Psalmenbuch.
Purgation: Entschuldigung, Reinigung
Purgatorium: Fegfeuer
Purismus: Bestrebung in der Kunst, ein Kunstwerk stilrein zu machen.
Putto(i): (ital. „welsche Kinder“)
 
 
 
Q
Quod esset demonstrandum: was zu beweisen war
 
 
 
R
Rauchgeld: Geldabgabe aus der Feuerstätte.
Recepiss-Schreiben: Bestätigungsschreiben.
Reck: Begriff aus der Falknerei. Waagrechte Stange, um Beizvögel "daraufzustellen".
Refektorium: Speisesaal in einem Kloster
Reichsacht: öffentliche Ächtung
Reichsgut: das Krongut des alten Deutschen reiches, bis ins 13. Jh. vom Hausgut nicht geschieden und daher nur noch in geringen Resten vorhanden, die von Reichsvögten verwaltet wurden. Seit 1281 war der König bei Veräußerungen von Reichsgut an die Zustimmung der Kurfürsten gebunden.
Reichslandvogtei: Der nicht städtische Teil des Reichsguts, der von Reichslandvögten (Landrichtern) verwaltet wurde.
Relief: Aus der Fläche hervortretende plastische Darstellung; je nach Grad des Hervortretens Flach-; Halb-, oder Hochrelief.
Renegados (span.): zum Islam übergetretene Bevölkerung
Rentamt:
landes- oder standesrechtliche Rechnungsbehörde (Amt, Sprengel, Kasse) zur Einziehung der Einkünfte.
Retabel: Tafelaufbau über dem Altartisch
Richer: Bezeichnung für Reiche, vornehmlich Patrizier
Richerzeche: Verwaltungsorgan der Patrizier
Ried: Moor
Rock: Bezeichnung für verschiedene Formen des mittelalterlichen männlichen und weiblichen Obergewands. Im Laufe des Mittelalters wird der Rock immer Kürzer.
 
 
 
S
Sabbatati: leichte, offenen Sandalen
Salbücher: Verzeichnis der Besitzungen (mit den darauf liegenden Abgaben) einer weltlichen oder geistlichen Herrschaft mit deren Rechtsverhältnissen, siehe Urbare.
Schapel: Kranzförmiger Kofschmuck der Jungfrauen höherer sozialer Schichten
Schildmauer: Hohe Schutzmauer einer Burg, an der Bergseite des Geländes.
Schenkgeld: Geldgabe an die Brautleute bei Hochzeiten
Schenkstatt: Schankwirtschaft
Schweitzerei: eine Wirtschaft, wo nach schweizerischer Art Viehzucht und Molkerei betrieben wird.
Servient: Dienender Bruder eines Ritterordens
Sext: Stundengebet, zwischen 10.30 Uhr und 12 Uhr, je nach Jahreszeit, in der Benediktineregel um 12 Uhr.  Zwischen Sext und Non wurde die einzige Mahlzeit eingenommen. Nur von Ostern bis Pfingsten gab es zwei Mahlzeiten.
Sölde: kleinbäuerliches Anwesen mit Gartenland, Vieh und Anteil an der Allmende, aber kein Hof. Eine Sölde hatte nicht genügend Ackerland, daher verdingte sich ein Söldner als Tagelöhner in der Landwirtschaft oder ging einem Handwerk nach.
Solariegos (span.): abhängige Bauern, sie besaßen Freizügigkeit, leisteten Abgaben und Kriegsdienst und zahlten staatliche Steuern.
Spanische Kreuze: Kreuze mit zwei Armen, Wetterkreuze
Steuerbar: steuerpflichtig.
Supremo Tribunal de la Santa Inquisición: ständiges Inqisitionstribunal in Kastilien (1483)
Surkot: Männliches und weibliches bodenlanges Obergewand des mittelalterlichen Adels und des gehobenen Bürgertums.

 
 
 
T
Tafern: Schildwirtschaft, in welcher Getränke und warme Speisen gereicht, auch Gäste beherbergt werden durften.
Tambourkuppel: Zwischen Kuppelwölbung und Grundbau verläuft ein zylindrischer Reif, Trommel oder Tambour genannt.
Tasselmantel: Sonderform des Schnurmantels, ärmelloser Umhang, der mit eines Tassel - paarig angeordnetes scheiben- oder rosettenförmiges Schmuckstück - an der Halsöffnung geschlossen wird.
Terra Augustana: ausgburgisches Territorium.
Terz: Stundengebet, zischen 7.45 Uhr und 9.15 Uhr, je nach Jahreszeit, in der Benediktinreregel um 9 Uhr.
Terzel: Begriff aus der Falknerei, männlicher Greifvogel, meist um ein Drittel kleiner als die weiblichen Vögel.
Thumbcapitul: Domkapitel
Thumbdechant: Domdechant (-dekan)
Triforium: Laubengang als Zwischengeschoss zwischen Fenstern und Arkaden im basilikalen Mittelschiff.
Trikonchos: Kleeblattartige Gestaltung der Ostseite, an Stelle des vierten Kleeblatts das Langhaus.
Triumphbogen: Bogenstellung im oberen Aufbau des (Mittelschiffs) Altars des großen Mittelbildes.
Tympanon: Fläche über einem Portal innerhalb des Bogenfeldes, meist mit Relief.
 
 
 
U
Ungelt/Umgeld: Verbrauchssteuer auf Getränken
Untermarkungen: mit Grenzzeichen eingegrenzter Bereich
Urbare: Verzeichnisse der zinspflichtigen Güter einer Herrschaft, siehe Salbücher.
 
 
 
V
Vellum: Pergamentart
Verglaitung: Sicherheitsgeleit
Vesper: Stundengebet, Abendgebet, zwischen 15.30 Uhr und 18 Uhr, je nach Jahreszeit, in der Benediktinerregel um 18 Uhr. Vier Psalmen und ein Hymnus. Während der vierzigtägigen Fastenzeit, der Quadragesima, wurde die einzige Tagesmahlzeit erst nach Vesper eingenommen.
Vicarier: 1. Stellvertreter höherer Ämter, 2. der dem Pfarrer beigegebener junge Hilfsgeistliche, 3. aushelfender, unständiger Pferdeknecht.
Victualia: Lebensmittel, Esswaren.
Vierung: Meist quadratische Schnittfläche von Langhaus und Querschiff, in der Romanik oft durch einen Turm, im Barock durch eine Kuppel akzentuiert.
Virrey (span.): Vizekönig
Vita apostolica: Strenge Regeln des heiligen Benedikt für Mönche, allen voran der Aufruf zu Armut und Askese
Vogelherd: Platz, Vorrichtung zum Vogelfangen
Vogt: ursprünglich weltlicher Vertreter eines Klosters in rechtlichen Angelegenheiten, insbesondere vor Gericht; Verwaltungsbeamter und Richter über einen grundherrlichen Bereich (Vogtei).
Vogtgeding: siehe Vogt
Volute: Schnecken- oder spiralförmiges Ornament; Verbindung waagrechter und senkrechter Bauteile, auch selbständig.
 
 
 
W
Waldenser: Gruppierung von Mönchen, deren Glaubenslehren als ketzerisch galten.
Wandl: Hochgerichtsfälle.
Wappner: Waffenknecht, kämpfender dienender Bruder der Templer.
Wasenmeister: Abdecker, Schinder.
Wehrkirche: Kirche, die bei Gefahr auch als Schutzburg der Dorfbewohner dient und daher auch eher wie eine Burg mit dicken Mauern und kleinen Fenstern gebaut ist.
Weihel: Schleier, der von Nonnen über der Wimpel getragen wird.
Weißgilt: Geldabgabe der Leibeigenen bei der Weisung.
Westwerk: Bereich für den weltlichen Herrscher. In karolingischer Zeit entstandenes architektonisches Gegengewicht zum Ostchor, um Gleichrangigkeit weltlicher und geistlicher Macht zu repräsentieren. Es wurde auch für besondere liturgische Zwecke eingesetzt.
Wiesewachs: Grünlandwirtschaft
Wiesmäder: in landwitschaftlicher Nutzung befindliches, zur Mahd (zum Mähen) und Heugewinnung bestimmtes Grünland.
Wimpel: Nonnentracht, Tuch, das den Kopf einhüllt und den Hals bedeckt.
 
 
 
Z
Zapfen: Schankwirtschaft (im Gegensatz zur Taverne ohne Beherbergung),
Zapfengeld: Abgabe auf Bier (Biersteuer)
Zentralbau: Auf einen geometrischen Mittelpunkt bezogene Anlage mit den Grundrissformen Kreis, Quadrat oder regelmäßiges Vieleck.
Ziborienaltar: Baldachinartiger überdachter Altartisch.
Zwerggalerie: Äußerer Arkadenlaufgang, meist unter dem Dachansatz.
Zwingen und Paenen: Zwing und Bann; ursprünglich das Recht, die Benutzung der Dorfmarkung durch Bann, durch Gebot und Verbot zu regeln; Ausdruck für Gemeindegewalt (durch den Grundherrn, die Gemeinde oder durch beide), besonders die Niedergerichte, Polizeigewalt zur Aufrechterhaltung von Ordnung in Dorf- und Feldangelegenheiten.
Zwinger: Teil der mittelalterlichen Befestigungsanlage einer Burg oder Stadt. Der Zwinger ist der meist unbebaute Raum zwischen der Hauptmauer und einer vorgelagerten Zwingermauer.



 

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News  
  Viel Spaß mit der neuen Bildergallerie "Schrobenhausen".  
Mittellalterwitz  
  Ein Königspaar hat eine kleine Tochter, welche die seltene seherische Gabe besitzt, in die Zukunft blicken zu können. Sie hat sich bisher nie geirrt. Daher bricht in der Burg große Unruhe aus, als das Mädchen eines Tages voraussagt: "Morgen zur neunten Stunde wird mein Vater sterben." Für den Hausherrn folgt eine schlaflose Nacht, dann endlich kommt der Morgen. Da klopft es an der Tür zum Schlafgemach. Der Hausherr, mit zitternden Beinen und dem Schwert in der Hand, öffnet die Tür und sein Herold steht davor. Im selben Moment schlägt die Glocke zur neunten Stunde. Da bricht der Herold wie vom Blitz getroffen tot zusammen. Der König atmet tief durch und sagt zu seiner Gattin: "Gott sei Dank, diesmal hat sich die Kleine geirrt..."

Kommt ein Kreuzritter nach einigen Jahren von einem
Kreuzzug zurück auf seine Burg. Als seine Frau ihn sieht, sagt sie: "Deine Haare grau, dein Gesicht ist schmal, ich glaub, du bist nicht mein Gemahl." Da sieht er sie an und sagt: "Dein Busen hängt, der Hintern breit, is gscheiter, wenn i weiter reit."
 
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