i
Inhalt  
  Home
  Über uns
  Darstellungen
  Bildergalerien
  alte Ritterorden
  => Alcantara-Orden
  => Aviz-Orden
  => Calatrava-Orden
  => Christus-Orden
  => Deutscher-Orden
  => Hl. Grab-Orden
  => Johanniter-Orden
  => Lazarus-Orden
  => Malteser-Orden
  => Montesa-Orden
  => Montjoie-Orden
  => Schwertbrüder-Orden
  => Templer-Orden
  => Hl. Jakobus von Altopascio
  => St.-Stephanus-Orden
  => St.-Thomas-Ritter
  Gewandung
  Historisches
  Lexikon historischer Begriffe
  Kontakt
  Gästebuch
  Linkliste
  Impressum
Malteser-Orden

Souveräner Malteserorden (kath.)
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Der Souveräne Malteserorden (mit vollem Titel: Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom Heiligen Johannes zu Jerusalem, genannt von Rhodos, genannt von Malta) ist eine römisch-katholische Ordensgemeinschaft, die im 11. Jahrhundert in Jerusalem gegründet und bald darauf in einen Ritterorden umgewandelt wurde. Völkerrechtlich wird der Orden im Allgemeinen als ein souveränes, nichtstaatliches Völkerrechtssubjekt betrachtet. Ziel des Ordens ist es, Alte, Behinderte, Flüchtlinge, an tödlichen Krankheiten Erkrankte und Leprakranke – unabhängig von Religion oder Herkunft – in fünf Kontinenten karitativ zu unterstützen.
Gliederung des Ordens
Der Orden hat weltweit etwa 12.500 Mitglieder (Ritter und Damen). Die oberste Leitungsgewalt hat der auf Lebenszeit gewählte Großmeister inne, zurzeit Fra' Matthew Festing (Fürst und Großmeister). 2009 wurde Erzbischof Paolo Sardi, Vatikandiplomat und Vizekämmerer der Römischen Kirche, durch Papst Benedikt XVI. zum Pro-Patron des Malteserordens ernannt. Nach der Erhebung Sardis zum Kardinal wurde er am 30. November 2010 zum Patron des Ordens ernannt.
Der Orden unterhält diplomatische Beziehungen mit 103 Staaten (darunter Österreich) und ständige Vertretungen in fünf weiteren Staaten (darunter Deutschland); eine eigene Währung (1 Scudo = 12 Tarì = 240 Grani, der Umrechnungskurs zur europäischen Währung ist 1 Scudo = 0,24 Euro; und 1 Tarì = 0,02 Euro) mit Münzprägung (als Souverän von Malta bis 1798, dann wieder ab 1961) und seit 1966 auch eigene Briefmarken (bilaterale Postverträge mit derzeit 56 Staaten). Der Malteserorden hat den Status eines ständigen Beobachters bei der UNO und unterhält ständige Missionen an den UN-Standorten in New York, Genf, Rom, Wien und Paris.
Der Orden ist seit 1798 nicht mehr in Malta beheimatet, unterhält aber seit 1966 volle diplomatische Beziehungen mit der Republik Malta. Gemäß einem Staatsvertrag vom Dezember 1998 zwischen dem Souveränen Malteser-Ritterorden und der Republik Malta wurde dem Orden die Festung St. Angelo, die bereits ab 1530 bis zum Umzug der Ordensregierung in die neuerbaute Stadt Valletta Sitz des Ordens auf der Insel war, für die Dauer von 99 Jahren zur alleinigen Nutzung überlassen. Seit 1976 ist der Orden auch wieder auf Rhodos vertreten.
In den Staaten, in denen der Orden kraft eigener Rechte oder internationaler Abkommen Aktivitäten entfaltet, besteht seine Struktur aus Großprioraten, Prioraten, Subprioraten und Nationalen Assoziationen. Der Malteserorden ist in über 90 Ländern der Welt karitativ tätig. In vielen Ländern gibt es eigene Hilfsorganisationen, Tochterinstitutionen des Ordens, die bestimmte soziale Aufgaben übernehmen.
In Deutschland wurde 1953 in Zusammenarbeit mit der Caritas die Hilfsorganisation Malteser Hilfsdienst (heute einfach Malteser) gegründet. In Südafrika wurde 1992 unter Leitung des Benediktiners Gerhard Lagleder die nach dem Gründer des Hospitalordens, Bruder Gerhard Tonque, benannte Brotherhood of Blessed Gérard gegründet, die nach dem Vorbild der deutschen Malteser organisiert ist.
In Deutschland hat eine Gliederung (Balley Brandenburg mit Sitz ursprünglich in Sonnenburg) schon seit 1382 einen weitgehend autonomen Status. Seit dem Übertritt des Kurfürsten Joachim II. von Brandenburg zur Lutherischen Lehre im Jahre 1538 ist dieser Zweig evangelisch. 1811 wurde der evangelische Zweig des Johanniterordens in seiner Form als Ritterorden zunächst aufgelöst und als preußischer Verdienstorden weitergeführt. Im Jahr 1852 wurde er in Kontiniuität zur Balley durch die noch lebenden Ritter als evangelischer Ritterorden fortgesetzt. Seit diesem Zeitpunkt hat er die Rechtsform eines altrechtlichen Vereins.
Der Malteserorden erkennt die in einer Allianz von 1961 unter gegenseitiger Anerkennung zusammengeschlossenen evangelischen Johanniterorden in Deutschland, den Niederlanden (Johanniter Orde in Nederland), Schweden (Johanniterorden i Sverige) und in Großbritannien (Venerable Order of Saint John) als Ritterorden des heiligen Johannes mit „gemeinsamer Geschichte und gemeinsamem Auftrag“ an.
Die Zungen des Ordens
Seit der Übersiedlung der Ordenszentrale nach Rhodos im 14. Jahrhundert war der Orden landsmannschaftlich in die sogenannten Zungen untergliedert. Zunächst bestanden sieben, später acht Zungen. Durch die Vorgänge während der Reformation wurden einzelne Zungen dann so ausgedünnt, dass ihre Zahl verringert werden musste. In der Französischen Revolution wurde 1792 der Besitz des Ordens in Frankreich eingezogen und die Zungen Provence, Auvergne und Frankreich gingen unter.
Die Stände des Ordens
Die Ordensmitglieder sind in drei Stände gegliedert:
Erster Stand
Den Ersten Stand bilden die Justizritter, auch Professen genannt, und die Profess-Konventualkapläne mit Ordensgelübden (Ordo Sancti Johannis Hierosolymitani). Ritter und Kapläne des Ersten Standes legen die Gelübde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams ab und streben so nach evangelischer Vollkommenheit. Sie sind Religiosen mit allen Wirkungen des Kirchenrechtes und richten sich nach den sie betreffenden besonderen Vorschriften. Ihre kirchenrechtliche Stellung entspricht derjenigen der Mönche, jedoch mit dem in der Verfassung festgelegten Unterschied, dass Professritter nicht in klösterlicher Gemeinschaft leben. Derzeit gibt es weltweit ca 50 Professritter (2010) sowie Aspiranten und Novizen, die sich auf die Ablegung der Gelübde vorbereiten.
Zweiter Stand
Den Zweiten Stand bilden die Mitglieder in Obödienz, die gemäß Art. 9, § 2 der Verfassung die Promess (religiöses Versprechen) ablegen. Die Mitglieder des Zweiten Standes verpflichten sich kraft ihrer Promess, in Übereinstimmung mit den Pflichten ihres persönlichen Standes im Geiste des Ordens nach christlicher Vollkommenheit zu streben. Der Zweite Stand ist in drei Kategorien gegliedert:
Ehren- und Devotions-Ritter und -Damen in Obödienz, Gratial- und Devotions-Ritter und -Damen in Obödienz, Magistral-Ritter und -Damen in Obödienz
Dritter Stand
Den Dritten Stand bilden jene Ordensmitglieder, die weder Gelübde noch Promess abgelegt haben, aber gemäß den Normen der Kirche leben und bereit sind, sich für den Orden und die Kirche einzusetzen.
Der Dritte Stand ist in sechs Kategorien gegliedert: Ehren- und Devotions-Ritter und –Damen, Ehren-Konventualkapläne, Gratial- und Devotions-Ritter und –Damen, Magistralkapläne, Magistral-Ritter und –Damen, Devotions-Donaten und -Donatinnen
Den Ordensmitgliedern obliegt es, ihr Leben auf vorbildliche Weise entsprechend den Lehren und Vorschriften der Kirche zu führen und sich entsprechend den Weisungen des Codex den karitativen Werken des Ordens zu widmen.
Funktionen und Ämter

Aus der Besonderheit der „gestuften Mitgliedschaft“ der drei Stände ergibt sich, dass bestimmte Funktionen und Ämter, wie die des Großmeisters und Großkomturs nur Professrittern mit ewigen Gelübden übertragen werden. Das Amt eines Priors wird einem Professritter mit ewigen oder zeitlichen Gelübden übertragen. Die Hohen Ämter und Würden der Ordensleitung sollen vornehmlich von Professrittern bekleidet werden. Dasselbe gilt für die Ämter der Kanzler, Schatzmeister und Hospitalier der Priorate, sowie der Regenten, Statthalter, Vikare und Prokuratoren. Werden jedoch aufgrund ihrer besonderen Eignung Obödienzritter gewählt, so bedarf deren Wahl der Bestätigung durch den Großmeister.
Der Orden in Deutschland
Nachdem bereits 1154 die erste Ordenskommende in Duisburg entstand, erfolgte um 1200 die Gründung des Großpriorats Deutschland mit Sitz ab 1428 in Heitersheim. Der Rheinbund veranlasste 1806 die Auflösung des Großpriorats und die Enteignung des gesamten Ordensbesitzes in seinen Mitgliedsländern.
Deutsches Subpriorat des Hl. Michael
Am 13. Juni 2004 wurde Johannes Freiherr Heereman zum Regenten des seit 1961 bestehenden deutschen Subpriorates gewählt. Einem Subpriorat gehören nur die Mitglieder des Ersten und Zweiten Standes an.
Deutsche Assoziation des Malteserordens
Ab 1857 war August von Haxthausen die treibende Kraft für die Wiedergründung des Malteserordens in Deutschland, der durch die Säkularisation untergegangen war und dessen Großmeister zu jener Zeit der russische Zar war. Als Beauftragter des Heiligen Stuhls führte er jahrzehntelange, zähe Verhandlungen mit der Regierung von Preußen, die 1859 zur Gründung der Genossenschaft der Rheinisch-Westfälischen Malteser Devotionsritter und 1867 zur Gründung des Vereins Schlesischer Malteserritter führten.
Beide Assoziationen verrichteten Sanitätsdienst in Kriegszeiten; 1865 wurde das erste Ordenskrankenhaus, das St.-Franziskus-Hospital in Flensburg, gegründet.
Während der Zeit des Nationalsozialismus waren dem Orden Aktivitäten in Deutschland verboten; ab 1945 wurden sie wieder aufgenommen.
1993 schlossen sich diese beiden ältesten Assoziationen des Ordens zur Deutschen Assoziation mit heute etwa 550 Mitgliedern zusammen. Einer Assoziation gehören die Mitglieder der drei Stände an. Präsident der deutschen Assoziation ist Erich Prinz von Lobkowicz.
Lourdes-Krankendienst
Die Deutsche Assoziation organisiert jährlich 15 Krankenzüge in den südfranzösischen Wallfahrtsort Lourdes. Da die Teilnahme von Kranken nur mit finanzieller Unterstützung möglich ist, wurde 2005 die Malteser Lourdes-Stiftung gegründet. In verschiedenen Regionen Deutschlands veranstaltet auch der Malteser Hilfsdienst Wallfahrten dorthin.
Gemeinschaft junger Malteser
Als geistliche Gemeinschaft von jungen Menschen im Geiste des Malteserordens versteht sich die Gemeinschaft junger Malteser (GjM). Ihre Mitglieder organisieren Hilfsprojekte bei denen überwiegend der Dienst an Menschen mit Behinderung im Vordergrund steht, so zum Beispiel Einkehrtage und Feriencamps für behinderte Jugendliche im Ausland – besonders im Nahen Osten. Für ihr „Libanon-Projekt“ wurde die GjM mit dem Jugend-Preis des Westfälischen Friedens 2008 ausgezeichnet.
Werke des Ordens in Deutschland
In Deutschland sind die Malteser über 600mal vertreten. Hierzu gehören Einrichtungen der Altenhilfe, Krankenhäuser und Hospizarbeit, Erste-Hilfe-Ausbildung, Mitwirkung im Katastrophenschutz und Rettungsdienst, ambulante Pflege und Betreuung, verbandliche Jugendarbeit sowie Jugend- und Suchthilfe und Gesundheitsförderung.
Malteser Hilfsdienst e.V. seit 1953
darin
die Malteser Jugend seit 1979
Malteser Hilfsdienst Gemeinnützige GmbH
Malteser Schwesternschaft e.V. seit 1966 (Neugründung der 1933 verbotenen Schwesternschaft)
Malteser Deutschland gGmbH, hier bündelt der Malteserorden sozialunternehmerischen Aktivitäten in Deutschland so die Trägerschaft von
7 Krankenhäusern
1 Fachklinik für Naturheilverfahren
32 Einrichtungen der Altenhilfe
11 Einrichtungen und Dienste der Hospizarbeit und Palliativmedizin
9 ambulante Pflegedienste
und
Malteser Werke gGmbH
Mitgliederstruktur
Der Malteserorden ist heute in 6 Großpriorate, 6 Subpriorate und 47 Nationale Assoziationen gegliedert. Einem Subpriorat gehören nur die Mitglieder des Ersten und Zweiten Standes an.
Großpriorate
Großpriorat Rom
Malteser International
Malteser International ist das weltweite humanitäre Hilfswerk des Ordens mit rund 200 Projekten in über 20 Ländern. Derzeit bündeln 19 nationale Assoziationen des Ordens hier ihre humanitäre Hilfe.
Sitz des Ordens (Großmagisterium)
Der Sitz des Malteserordens befindet sich seit 1834 in Rom (Palazzo di Malta in der Via dei Condotti 68 und Villa Malta auf dem Aventin an der Piazza dei Cavalieri di Malta 4) und hat seit 1869 exterritorialen Status.
Geschichte
Gründung in Palästina
Der Orden vom Spital des heiligen Johannes zu Jerusalem (als Johanniter oder Hospitaliter bezeichnet) wurde 1048 gegründet und 1113 vom Papst bestätigt. Er ging aus einem Pilgerspital hervor, das von Kaufleuten aus Amalfi bereits lange vor dem ersten Kreuzzug gestiftet worden und Johannes dem Täufer geweiht war, woraus sich der Name Johanniter ableitet. Zur Gründungszeit des Ordens konnte das Spital in Jerusalem bereits um die 2000 Pilger aufnehmen.
Zunächst trugen die Johanniter eine einfache schwarze Mönchskutte. Als der ursprüngliche Hospitaldienst immer mehr durch den bewaffneten Schutz von Pilgern und den Kampf in Kreuzzugsgebieten ergänzt wurde, trugen sie ab dem 13. Jahrhundert zunächst einen schwarzen Übermantel mit einem weißen Kreuz darauf, das in acht Spitzen endete. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts wurde es üblich, dass die Ordensritter in Kriegszeiten einen roten Mantel mit weißem Kreuz trugen. Die Form des Kreuzes ist inzwischen als Malteserkreuz bekannt. Imposante Zeugnisse der Geschichte des Hospitaliterordens im Heiligen Land sind die im 12. Jahrhundert errichtete Burg Belvoir und die 1142 übernommene Burg Krak des Chevaliers. Neben den Adeligen Ordensrittern dienten auch eine große Zahl Nichtadelige dem Orden. Diese sogenannten Sergeantenbrüder unterlagen nicht voll den Ordensgelübden und Zugangsvoraussetzungen und wurden auch in Uniform und Ausrüstung unterschieden; so trugen sie z. B. in der Frühzeit braune statt schwarze Mäntel.
Umzug nach Zypern, Rhodos bzw. Malta
Nach der Vertreibung aus Palästina 1291 wurde der Sitz des Ordens von Jerusalem nach Zypern, 1309 nach Rhodos und nach der Eroberung der Insel durch die Osmanen (1522) und mehreren Jahren mit vorübergehendem Ordensdomizil in Candia, Messina, Viterbo und Nizza (1527–1529) schließlich 1530 nach Malta verlegt. Seitdem bürgerte sich die Bezeichnung „Malteserorden“ für den Johanniterorden ein. In dieser Zeit veranstaltete der Orden regelmäßig den „Corso“, eine Jagd auf muslimische Schiffe im Mittelmeer. Die bei diesen Raubzügen gefangengenommenen Muslime wurden versklavt. Malta war einer der größten christlichen Sklavenmärkte der Frühen Neuzeit.

Vertreibung von Malta und Umzug nach Rom

Von Napoleon wurde der Orden am 12. Juni 1798 aus Malta vertrieben. Um ein Blutbad zu vermeiden (die Malteserritter durften nach ihren eigenen Regeln gegen andere Christen das „Schwert nicht erheben“) und da der Großteil der Ordensritter selbst Franzosen waren, übergab der damalige Großmeister Ferdinand von Hompesch zu Bolheim die Insel ohne Gegenwehr an Napoleon und legte wenig später sein Amt nieder. Die französischen Truppen plünderten die Kirchen und Klöster. Die Malteserritter verließen die Insel und emigrierten größtenteils nach Russland, wo sie am 16. Dezember 1798 Zar Paul I., der ihnen große Ländereien überließ, zum neuen Großmeister wählten. Mit seinem Tod im Frühjahr 1801 übertrug der Orden das Recht zur Ernennung des Großmeisters auf den Papst.
Die am 27. März 1802 im Frieden von Amiens von England zugesicherte Rückgabe von Malta an den Orden wurde nicht eingehalten.
Am 9. Februar 1803 ernannte Papst Pius VII. den Sizilianer Giovanni Battista Tommasi zum Großmeister mit Sitz in Catania. Nach seinem Tod am 13. Juni 1805 erfolgte für 75 Jahre keine weitere Großmeisterwahl oder -ernennung, sondern wurde der Orden durch einen Luogotenente del magisterio (Statthalter des Großmagisteriums) geführt.
In großen Teilen Deutschlands, Spaniens, Italiens und Russlands wurde in den Jahren 1805 bis 1811 der gesamte Ordensbesitz eingezogen. Das Großpriorat in Böhmen-Österreich blieb jedoch bestehen, was den Fortbestand des Ordens in dieser schwierigen Zeit sicherte.
Der Wiener Kongress bestätigte 1815 den Verbleib Maltas bei England. Der Vertrag von Verona von 1822 sichert den Fortbestand des Ordens als souveräner Staat. 1826 verlegte der Orden seinen Sitz nach Ferrara im Kirchenstaat und 1834 schließlich nach Rom.

Auf Drängen des österreichischen Kaisers Ferdinand I. wurden dem Malteserorden mehrere seiner Besitzungen in Italien zurückgegeben und 1839/41 die Großpriorate Lombardo-Venetien und Sizilien wiederhergestellt.
Literatur
Statut: Carta costituzionale del Sovrano Militare Ordine Ospedaliero di San Giovanni di Gerusalemme detto di Rodi detto di Malta. [1961]
Anhänge:
The 1966 Code. Regolamento per i membri della terza classe approvati dal Capitolo Generale Speciale 27-28 ottobre 1969.
Regolamenti e commenti approvati dal Capitolo Generale Speciale 27-28 ottobre 1969.
John Azzopardi, Mario Buhagiar: The Order's Early Legacy in Malta : The Sovereign Military Hospitaller Order of St. John of Jerusalem of Rhodes and of Malta by Knights of Malta. Said International, Valletta/Malta 1989, ISBN 1-871684-30-7
Alain Demurger: Chevaliers du Christ, les ordres religieux-militaires au Moyen Age, Seuil 2002, ISBN 2-02-049888-X.
Bertrand Galimard Flavigny : Histoire de l'ordre de Malte, Perrin, Paris 2006, ISBN 2-262-02115-5.
Ernle Bradford: Johanniter und Malteser. Die Geschichte des Ritterordens. 3. Auflage. Universitas, München 1996, ISBN 3-8004-1047-8.
Thomas Freller: The Epitome of Europe. Das Bild Maltas und des Ordenstaats der Johanniter in der Reiseliteratur der Frühen Neuzeit. Peter Lang, Frankfurt/Main 2002, ISBN 3-631-38618-4
Arthur C. Breycha-Vauthier: Betrachtungen zur Erneuerung des Malteser-Ordens. In: Völkerrecht und rechtliches Weltbild. Springer, Wien 1960, S. 77–85
Jürgen Sarnowsky: Macht und Herrschaft im Johanniterorden des 15. Jahrhunderts. Verfassung und Verwaltung der Johanniter auf Rhodos (1421–1522). (Vita regularis, Bd. 14). Münster 2001, ISBN 3-8258-5481-7.
Adam Wienand (Hrsg.): Der Johanniter-Orden, der Malteser-Orden. Der ritterliche Orden des hl. Johannes vom Spital zu Jerusalem, seine Geschichte, seine Aufgaben. 3. Auflage. Köln 1988, ISBN 3-87909-163-3.
Georg Bernhard Hafkemeyer: Der Rechtsstatus des Souveränen Malteser-Ritter-Ordens als Völkerrechtssubjekt ohne Gebietshoheit. Hamburg 1955.
Robert Prantner: Malteserorden und Völkergemeinschaft. Duncker und Humblot, Berlin 1974, ISBN 3-428-03253-5.
Jörg-Dieter Brandes: Korsaren Christi. Johanniter und Malteser – die Herren des Mittelmeers. Thorbecke, Sigmaringen 2000, ISBN 3-7995-0091-X.
Michael Autengruber, Klaus H. Feder: Bayern und Malta. Das Grosspriorat Bayern der Bayerischen Zunge des Souveränen Malteser Ritterordens und seine Insignien (1782–1808). Phaleristischer Verlag, Konstanz 2002, ISBN 3-936529-00-0.
Robert L. Daubner: Die Marine des Jonanniter-Malteser-Ordens – 500 Jahre Seekrieg zur Verteidigung Europas, Graz 1989
Claude Petiet: L'Ordre de Malte face aux Turcs: politique et stratégie en Méditerranée au XVIe siècle, Éd. Hérault, Paris 1997.
Claude Petiet: Le Roi et le Grand Maître. L'Ordre de Malte et la France au XVIIe siècle, Éd. Paris Méditerranée, Paris 2002, ISBN 2-84272-147-0.
Claude Petiet: Ces messieurs de la Religion. L'Ordre de Malte au XVIIIe siècle ou le crépuscule d'une épopée, Éd. France Empire, Paris 1992.


Zeit  
   
Facebook Like-Button  
   
aktuelle Termine  
  18.-21. Mai 2018
Schloss Scherneck (Besuch)
Historische Tage

31. Mai -3. Juni 2018
Wasserschloss Sandizell (Besuch)
Mittelalter Spektakel

22.-24. Juni 2018
Schrobenhausen (Lager)
Schrannenfest

06.-08. Juli 2018
Ingolstadt (Lager)
Herzogsfest

21. Juli 2018
Neusäß (Schaukampfvorführung)
30-Jahrfeier des ACO e.V.

27.-29. Juli 2018
Rittergut Stetten o.L. (Lager)
Rittertunier

21.-23. September 2018
Langenneufnach (Lager)
Mittelalterlager privat 2018
 
News  
  Viel Spaß mit der neuen Bildergallerie "Schrobenhausen".  
Mittellalterwitz  
  Ein Königspaar hat eine kleine Tochter, welche die seltene seherische Gabe besitzt, in die Zukunft blicken zu können. Sie hat sich bisher nie geirrt. Daher bricht in der Burg große Unruhe aus, als das Mädchen eines Tages voraussagt: "Morgen zur neunten Stunde wird mein Vater sterben." Für den Hausherrn folgt eine schlaflose Nacht, dann endlich kommt der Morgen. Da klopft es an der Tür zum Schlafgemach. Der Hausherr, mit zitternden Beinen und dem Schwert in der Hand, öffnet die Tür und sein Herold steht davor. Im selben Moment schlägt die Glocke zur neunten Stunde. Da bricht der Herold wie vom Blitz getroffen tot zusammen. Der König atmet tief durch und sagt zu seiner Gattin: "Gott sei Dank, diesmal hat sich die Kleine geirrt..."

Kommt ein Kreuzritter nach einigen Jahren von einem
Kreuzzug zurück auf seine Burg. Als seine Frau ihn sieht, sagt sie: "Deine Haare grau, dein Gesicht ist schmal, ich glaub, du bist nicht mein Gemahl." Da sieht er sie an und sagt: "Dein Busen hängt, der Hintern breit, is gscheiter, wenn i weiter reit."
 
Heute waren schon 61 Besucher (95 Hits) hier!